Wie jedes Jahr am letzten Septembersonntag findet am Sonntag, 27. September, ab 14 Uhr der Erntetag am Ökologischen Bildungszentrum (Englschalkinger Straße 166) statt. Diesmal fällt der Termin mit dem Tag der Bayerischen Umweltstationen zusammen, bei dem bayernweit die staatlich anerkannten Umweltstationen ihre Arbeit präsentieren.
Die Bohnengruppe des ÖBZ stellt ihr Bohnenarchiv mit mehr als 150 Sorten vor - und wird die Ernte der Bohnenpaten, die für das Bohnenvielfaltsprojekt Sorten vermehrt haben, in das Archiv aufnehmen. Alle zwei Jahre gestaltet die Gartengruppe einen Gartenkalender mit Fotos und Texten. Diesmal widmet er sich den „Schönen Wilden”, also heimischen Wildpflanzen. Am Sonntag wird der Kalender 2027 druckfrisch vorliegen und kann gegen einen kleinen Beitrag erworben werden. Außerdem wird es, weil die Bienen fleißig waren, Honig aus der bio-zertifizierten ÖBZ-Imkerei geben.
Um 15 Uhr zeigt Sebastien Godon einige Schaubeete des Themengartens „Nachwachsende Rohstoffe”. Er konzentriert sich dabei auf Felder, die Aspekte wie nachhaltigen Konsum, gesunde Ernährung und biologische Vielfalt aufgreifen. Die Führung ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung unter www.oebz.de ist jedoch erwünscht. Parallel gibt es noch die Outdoor-Ausstellung „Friedensklima” zu sehen, und auch das ÖBZ-Sonntagscafé hat geöffnet. Das ehrenamtlich organisierte Café bietet eine Gelegenheit für einen zwanglosen Treff bei Kaffee, Tee und selbstgebackenem Kuchen.
Der Erntetag steht im Kontext einer Reihe von Jubiläen. Vor 35 Jahren hat sich das Münchner Umwelt-Zentrum (MUZ), einer der Träger des ÖBZ, gegründet. Vor 30 Jahren erhielt das MUZ für das damals noch in Planung befindliche ÖBZ vom Bayerischen Umweltministerium die staatliche Anerkennung als Umweltstation. Vor 25 Jahren schließlich wurde das ÖBZ in gemeinsamer Trägerschaft von MUZ und Münchner Volkshochschule eröffnet.