Veröffentlicht am 04.03.2026 11:06

Löwen mit Spielglück im Nebel

Spielunterbrechung: Giesinger Nebel.  (Foto: NG)
Spielunterbrechung: Giesinger Nebel. (Foto: NG)
Spielunterbrechung: Giesinger Nebel. (Foto: NG)
Spielunterbrechung: Giesinger Nebel. (Foto: NG)
Spielunterbrechung: Giesinger Nebel. (Foto: NG)

Mit dem vierten Sieg in Folge, einem 2:1 (1:1) über den abstiegsbedrohten FC Erzgebirge Aue, untermauert der TSV 1860 München seine Ambitionen, im Endspurt der Drittliga-Saison 2025/2026 doch noch ins Rennen um den Aufstiegsrelegationsplatz eingreifen zu können. Die Fans und die Mannschaft der Münchner Löwen dürfen sich zumindest langsam mit dem Gedanken anfreunden. Seit 18 Spielen ist Markus Kauczinski (56) der verantwortliche Trainer des TSV 1860 München. Seine Bilanz kann sich sehen lassen. Nach einem verkorksten Saisonstart unter seinem Vorgänger Patrick Glöckner, lässt der gebürtige Gelsenkirchener die Weiß-Blauen mit einem Punkteschnitt von 2,0 wieder hoffen.

Die 15.000 Zuschauer im ausverkauften Grünwalder Stadion wurden Zeugen eines seltenen Wetterphänomens auf Giesings Höhen. Dichte Nebelschwaden waberten von der nahen Isar herauf und senkten sich ins Stadion. Die Gäste aus dem Erzgebirge versteckten sich nicht, sondern liefen den Gegner hoch an und begannen druckvoll mit einer Serie von Eckbällen. Ex-Löwe Julian Guttau versiebte eine gute Möglichkeit für die „Veilchen“. Doch mit dem ersten Angriff der „Sechzger“ folgte die kalte Dusche. Eine schnell gespielte Kombination über Thore Jacobsen landete bei Kevin Volland, dessen Schuss Torhüter Martin Männel noch mit einer starken Parade abwehren konnte. Doch der gebürtige Sachse Maximilian Wolfram stand goldrichtig und verwandelte den Abpraller aus kurzer Distanz zum 1:0 (7. Min.). Nur kurze Zeit später gelang nach einer Flanke von Guttau einem weiteren ehemaligen Löwen der Ausgleich. Marcel Bär zeigte sich reaktionsschnell im Strafraum und traf mit einem Flachschuss zum 1:1 (12. Min.).

Zwei Minuten später hatten die Gäste eine Menge Glück, als Schiedsrichter Tom Bauer ein klares Handspiel von Marvin Stefaniak im Strafraum bei einem Schuss von Simen Voet übersah – der Ball landete am Querbalken (14. Min.). Es hätte einen Strafstoß für den TSV 1860 geben müssen. Bis zum Pausenpfiff gestaltete sich die Begegnung mit Torgelegenheiten auf beiden Seiten ausgeglichen. Nach dem Seitenwechsel waren es erneut die Münchner, die früh jubeln durften. Nach einer Flanke stieg Max Reinthaler zum Kopfball hoch, sein Gegenspieler Rayan Malone schlug beim Klärungsversuch eine Kerze. Schlussmann Männel und Eric Ulman waren sich uneins, wer zum Ball gehen sollte, der an den Fünfmeterraum prallte, wo Sigurd Haugen lauerte und mit einem Flugkopfball das 2:1 markierte (50. Min.).

Fünf Minuten später unterbrach der Unparteiische wegen des immer dichter werdenden Nebels die Partie und schickte die Teams in die Kabine. Die Fans in der Westkurve entzündeten während der Pause etliche Stroboskop-Blinker, die zusätzlich für Rauchentwicklung sorgten. Nach 17-minütiger Unterbrechung ging es auf dem Rasen weiter. Die Gäste drückten mit Macht, aber erfolglos, auf den Ausgleich. Bär vergab die größte Chance, als er frei vor Löwen-Torhüter Thomas Dähne den Ball über das Tor jagte (88. Min.). In dieser Woche begeht der FC Erzgebirge Aue seinen 80. Vereinsgeburtstag. Ein Abstieg im Jubiläumsjahr wäre eine bittere Pointe. (as)

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