Veröffentlicht am 04.02.2026 13:00

Bittere Niederlagen für die Gladiators am Wochenende

Gegen Passau mussten die Gladiators letzten Freitag eine Heimniederlage einstecken. (Foto: Döllinger)
Gegen Passau mussten die Gladiators letzten Freitag eine Heimniederlage einstecken. (Foto: Döllinger)
Gegen Passau mussten die Gladiators letzten Freitag eine Heimniederlage einstecken. (Foto: Döllinger)
Gegen Passau mussten die Gladiators letzten Freitag eine Heimniederlage einstecken. (Foto: Döllinger)
Gegen Passau mussten die Gladiators letzten Freitag eine Heimniederlage einstecken. (Foto: Döllinger)

Es scheint fast, als wäre die Luft bei den Spielern raus. Als hätte man die Saison schon abgehakt - manchmal mag man das glauben. Doch dann gibt es auch wieder Spiele, da sieht man eine ganz andere Mannschaft, die Vollgas gibt. Das Debüt in der Oberliga-Süd der Gladiators war durchwachsen. Das letzte Wochenende zählte nicht zu den Glanzleistungen der Daffner-Truppe. Man merkt aber auch, dass hier ein ganz anderer Wind weht, als noch in der Bayernliga.

Bittere Niederlagen

Die Erding Gladiators blicken auf ein enttäuschendes Wochenende zurück: Auf eine bittere 2:6-Heimpleite gegen die EHF Passau Black Hawks folgte eine 1:3-Niederlage bei den Höchstadt Alligators. Beide Partien standen im Zeichen des Kampfes um die Pre-Playoff-Plätze – und zeigten zugleich, woran es der Daffner-Truppe mangelt.
Gegen Passau setzte es einen herben Dämpfer. Zwar kamen die Gladiators ordentlich ins Spiel, kassierten jedoch mit einem der ersten gefährlichen Angriffe der Gäste durch Röthke das 0:1. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Pascal Steck nach Vorarbeit von Marco Pfleger und Elia Ostwald brachte nur kurz Hoffnung, denn spätestens mit dem 1:2 durch Stern übernahmen die Black Hawks klar die Kontrolle. Passau agierte konsequent, passsicher und äußerst effizient, während Erding defensiv zu passiv blieb, im Slot zu viel Raum ließ und meist einen Schritt zu spät kam. Schembri, erneut Röthke und Larsson schraubten das Ergebnis bis zur zweiten Pause auf 1:5, Hansson legte im Schlussdrittel im Powerplay zum 1:6 nach. Pflegers Überzahltreffer zum 2:6 war nur noch Ergebniskosmetik in einer Partie, in der zu wenig Tempo, zu wenig Konsequenz vor dem eigenen Tor und zu viele Fehler im Defensivverhalten ein besseres Resultat verhinderten.
In Höchstadt zeigten die Gladiators dann die erhoffte Reaktion. Die Mannschaft stand defensiv deutlich kompakter, arbeitete konsequent und hielt die Begegnung über weite Strecken offen. Nach einem ereignisarmen ersten Drittel besaß Marco Pfleger im zweiten Abschnitt die große Chance zur Führung, scheiterte jedoch nach Alleingang. Auf der Gegenseite verhinderte David Zabolotny mit mehreren starken Paraden gegen die optisch überlegenen Alligators einen Rückstand, ehe Tyler Gron kurz vor der Drittelpause im Powerplay zum 1:0 traf.
Im Schlussdrittel wurde Erding für einen kurzen Moment der Unordnung bestraft: Zabolotny wollte das Spiel schnell machen, die Defensive war nicht bereit, der Scheibenverlust hinter dem Tor leitete den Treffer von Guft-Sokolov zum 2:0 ein. Die Gladiators steckten jedoch nicht den Kopf in den Sand, kamen in Überzahl durch Marco Pfleger – nach Zuspiel von Cheyne Matheson und Louis Trattner – zum 2:1-Anschluss und sorgten nochmals für Spannung. In der Schlussoffensive mit gezogenem Torhüter verpasste Erding den Ausgleich, stattdessen traf Rypar per Empty Net zum 3:1-Endstand.
So steht am Ende ein Wochenende, das die Saison der Gladiators gut widerspiegelt: Gegen Passau blieb die Mannschaft deutlich unter ihren Möglichkeiten, in Höchstadt zeigte sie Moral, Einsatz und Struktur, musste aber erneut enorm viel investieren, um zu Torerfolgen zu kommen, während der Gegner in den entscheidenden Momenten abgeklärter und effizienter agierte.

Pre-Playoffs?

Die Teilnahme an den Pre-Playoffs war, und ist das Ziel, und natürlich auch der Wunsch der Fans. Aber nach dem letzten Wochenende ist die Wahrscheinlichkeit leider geringer geworden. Die Gladiators müssten sich vom jetzt letzten Tabellenplatz 14 auf den zehnten Platz vorkämpfen. Idealerweise sollten die direkten Gegner auf den Plätzen vor Erding natürlich Niederlagen einfahren. Zehn Punkte liegen zwischen dem Tabellenzehnten Passau und den Erdingern.
Der Februar wird definitiv anstrengend für das Team. Acht reguläre Spiele gilt es noch zu bestreiten. Kommenden Freitag geht es auf die lange Auswärtsfahrt zum Vierten der Tabelle, den Selber Wölfen. Wir wünschen viel Erfolg!

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