Über herausragende Bedingungen können sich die Münchner Farbe Schulen am neuen Schulstandort in Neuperlach freuen. Auf mehr als 11.000 Quadratmetern Nutzfläche bietet der fünfgeschossige Neubau erstmals die Möglichkeit, die dazugehörigen Fach-, Berufs- und Meisterschulen mit ihren 13 Aus- und Weiterbildungsgängen sowie die jeweiligen Spezialwerkstätten, integrierten Fachunterrichtsräumen (IFUs), Hallen und Ausstellungsflächen unter einem Dach zu vereinen. Traditionelle Handwerke wie die Kirchenmaler*innen, Vergolder*innen und Wachsbildner*innen finden in dem tageslichtdurchfluteten Gebäude von v-architekten (Köln) gleichermaßen ideale Voraussetzungen wie die mit modernstem Equipment arbeitenden Maler*innen und Lackierer*innen, Farb- und Lacktechniker*innen, Schilder- und Lichtreklamehersteller*innen und die Fahrzeuglackierer*innen.
Mitte Februar feierte die Schulfamilie gemeinsam mit Bürgermeisterin Verena Dietl, Stadtschulrat Florian Kraus und Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer die offizielle Einweihung.
Oberflächen und Farben bilden die DNA der 13 Aus- und Weiterbildungsgänge der Münchner Farbe Schulen – Oberflächen und Farben prägen auch den lichten Schulbau, den die Schule zum Schuljahr 2025/2026 an der Carl-Wery-Str. 41 bezogen hat.
Schon beim Betreten des Schulgebäudes blickt man auf ein großformatiges Wandbild aus polierten Edelstahlplatten, auf denen geometrische Formen in grellen Farben aufgebracht sind. „Test Pattern“ nennt es der Künstler Wawrzyniec Tokarski, der es im Rahmen des Münchner Kunst-am-Bau-Programmes QUIVID konzipiert und gemeinsam mit Schüler*innen der Münchner Farbenschule umgesetzt hat. Ein zweites Wandbild vergleichbarer Größe und Beschaffenheit prägt den luftigen Innenraum des Gebäudes.
Der von außen unauffällige Schulneubau ist ein kompakter, länglicher Baukörper mit fünf Vollgeschossen und zwei Untergeschossen. Im multifunktionalen Erdgeschoss befinden sich gemeinschaftliche und repräsentative Bereiche, darunter ein Speisesaal mit angeschlossener Küche, ein Mehrzweckraum, sowie eine Pausen- und Ausstellungshalle. Außerdem liegt hier eine Lackierhalle, die von mehreren Fachbereichen genutzt wird.
Unterirdisch befindet sich eine Zweifachsporthalle, die über umlaufende Lichtschächte natürlich belichtet ist. In den vier Obergeschossen liegen die Unterrichtsbereiche, darunter Fachunterrichtsräume, Räume mit Malerkojen, Schleif- und Plotterräume, Modellier- und andere Werkstätten sowie EDV-Räume und Lehrerzimmer der einzelnen Fachbereiche. Anspruch an den Schulstandort war, Synergien zwischen den Fachbereichen zu ermöglichen, die Ausbildungsbedingungen auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen und eine ganztägige Aufenthaltsqualität herzustellen.
Die Bauzeit für den beruflichen Schulbau betrug vier Jahre, den Budgetrahmen von 128 Millionen Euro gab der Stadtrat 2017 im Rahmen des 2. Schulbauprogramms dem Baureferat frei.
Folgende Fachrichtungen findet man hier_
• Städtische Fachschule für Farb- und Lacktechnik
o a) Staatl. Geprüfter Farb- und Lacktechniker, c) HWK-Meister*in: Maler und Lackie-
rer / Fahrzeuglackierer, Schilder- und Lichtreklamemeister c) gebundene Hoch-
schulreife
• Städtische Meisterschule für das Vergolderhandwerk
o a) Vergoldermeister*in, b) Kirchenmaler*in
• Städtische Meisterschule für das Maler- und Lackiererhandwerk
o Maler- und Lackierermeister*in
• Städtische Berufsschule für Farbe und Gestaltung
o a) Fahrzeuglackierer*in, b) Maler*in und Lackierer*in Fachrichtung Gestaltung und
Instandsetzung, c) Maler*in und Lackierer*in Fachrichtung Kirchenmalerei und
Denkmalpflege, d) Vergolder*in, e) Gestalter*in für visuelles Marketing, f) Schilder-
und Lichtreklamehersteller*