Wer im Landkreis Starnberg die Nummer des Notrufs 112 wählt, landet stets in der integrierten Leitstelle Fürstenfeldbruck (ILS), die durch den Disponenten die jeweiligen Einsatzkräfte vor Ort alarmiert.Wenn sich aufgrund der Wetterwarnungen und der ersten Schadensmeldungen im Landkreis eine größere Unwetterlage abzeichnet, kann die ILS die Besetzung der Kreiseinsatzzentrale (KEZ) anfordern. Neben der Entlastung der ILS bei der Abwicklung der Einsätze, übernimmt die Kreiseinsatzzentrale vor allem die Koordinierung der Einsatzkräfte vor Ort und liefert fach- und sachkundige Unterstützung.
Das Landratsamt hat für die KEZ nun neben entsprechenden Räumlichkeiten auch modernste Kommunikationstechnik und passende Hard- und Software bereitgestellt. Landrat Stefan Frey ist überzeugt: „Wir sind im Notfall wirklich gut aufgestellt. Die KEZ kann innerhalb kürzester Zeit ihren Betrieb aufnehmen und die Einsatzkräfte vor Ort koordinieren und bestmöglich unterstützen.“
Genutzt wird eine Einsatzleitsoftware, die mit einer Datenschnittstelle zur Integrierten Leitstelle Fürstenfeldbruck ausgestattet ist. Bereit stehen vier, mit Kommunikationsmittel sowie passender Hard- und Software ausgestattete Arbeitsplätze. Sie bieten digitale und analoge Optionen zur Darstellung von Lagebildern und Einsatzmittelübersichten und haben Zugriff auf Datenbanken und Nachschlagewerke für Gefahrgut, Geoinformationssysteme und Einsatzmittel.
Bei sogenannten Großschadensereignissen ist der Einsatz zahlreicher Rettungskräfte vor Ort notwendig. Damit dieses Zusammenspiel bestmöglich gelingt, bedarf es vor allem Koordinierung, eine der vorrangigsten Aufgaben der Kreiseinsatzzentrale. Sie besteht aus einem Mitarbeiterstamm von etwa zehn Personen, meist aus Feuerwehren des Landkreises oder der Kreisbrandinspektion. „Damit sind wir technisch auf dem neuesten Stand und können so die Feuerwehren bei Ihren Einsätzen optimal unterstützen. Diese Koordinierungsstelle vor Ort ist enorm wichtig“, erklärt der neue Leiter der KEZ Marco Zickler, Mitglied der Feuerwehr Krailling und der Kreisbrandinspektion.
Er leitet ab sofort ehrenamtlich die neue Einheit. Das Team der Kreiseinsatzzentrale freut sich über weitere Unterstützung aus den Feuerwehren des Landkreises. Wer Interesse hat, kann sich gerne unter info@kez-starnberg.de melden oder weitere Informationen erfragen.
Die neue KEZ geht zueitnah in den Vollbetrieb. Bis wird dahin ist die neue Technik ausführlich getestet worden. Bisher war sie in den Räumen der Führungsgruppe Katastrophenschutz untergebracht, konnte dort aber aus Platzgründen nicht dauerhaft bleiben.