„Tue Gutes und tue es gut.” Dieses Zitat von Maria Ward stellte Julia Sedlmeier an den Anfang ihrer Rede, die sie im Rahmen des feierlichen Gottesdienstes in der Kirche St. Michael hielt. Für die neue Direktorin der Mädchenrealschule ist Maria Ward „eine mutige Pionierin für die Bildung von Mädchen und heranwachsenden Frauen in stürmischen Zeiten – gegen viele Widerstände”, wie Sedlmeier kürzlich bei ihrer Amtseinführung betonte.
Auch die bis dahin von Bildung ausgeschlossenen Mädchen sollten in den Augen von Maria Ward, der Ordensgründerin der Englischen Fräulein, das gleiche Recht auf intellektuelle und charakterliche Bildung erhalten wie Jungen. In dieser Tradition sieht sich die Schulleiterin, die schon im Februar ihre Arbeit an der Maria-Ward-Mädchenrealschule in der Josephsburgstraße aufgenommen hat. Im Mittelpunkt ihrer tagtäglichen Arbeit soll das gemeinsame Lernen sowie die vertrauensvolle und respektvolle Zusammenarbeit mit den Schülerinnen stehen.
Zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen der Schule will sich Julia Sedlmeier auch „in kleinen Dingen alle Mühe” geben, damit ein gelingendes Miteinander aller erreicht werden kann. Unterstützt wird sie dabei seit Schuljahresbeginn von Thomas Hautz, der die Position des Konrektors übernahm und nun ebenfalls in sein Amt eingeführt wurde.
Ralf Grillmayer, Leiter der Erzbischöflichen Schulen, und Sonja Kalisch, Ministerialbeauftragte für die Realschulen in München, hoben ihre Unterstützung für die neue Schulleitung hervor. Aus den Händen von Grillmayer erhielt Julia Sedlmeier die Otto-von-Freising-Medaille - eine Auszeichnung, die im Namen von Kardinal Reinhard Marx als Zeichen der Anerkennung und Verbundenheit des Erzbistums mit neuen Schulleitungen überreicht wird. Der Gottesdienst wurde von Pater Reitmaier gestaltet und vom Chor der Schule musikalisch untermalt.