Veröffentlicht am 19.10.2026 10:19

Regionalliga-Derby geht an FC Bayern

Intensives Kräftemessen: 1860 München gegen den FC Bayern. (Foto: Anne Wild)
Intensives Kräftemessen: 1860 München gegen den FC Bayern. (Foto: Anne Wild)
Intensives Kräftemessen: 1860 München gegen den FC Bayern. (Foto: Anne Wild)
Intensives Kräftemessen: 1860 München gegen den FC Bayern. (Foto: Anne Wild)
Intensives Kräftemessen: 1860 München gegen den FC Bayern. (Foto: Anne Wild)

Die zweite Mannschaft des FC Bayern hat ihrem brasilianischen Trainer Dante Bonfim Costa Santos an dessen 43. Geburtstag einen Derbysieg beim TSV 1860 München beschert. Wegen einer groben Unsportlichkeit wurde der Jubilar von Schiedsrichter Felix Wagner in der zweiten Halbzeit mit einem Platzverweis bedacht. Das vom Fachportal transfermarkt.de mit 20,7 Millionen Euro bewertete Nachwuchsensemble des deutschen Rekordmeisters gewann im Grünwalder Stadion vor 15.000 Zuschauern, zu Gast beim TSV 1860 München, mit 4:2 (3:1). Für die Münchner Löwen, die einen Kaderwert von 3,15 Millionen Euro aufweisen, war es im siebten Heimspiel der laufenden Spielzeit die erste Niederlage vor eigenem Publikum.

Während die Gastgeber in Weiß-Blau nach einem Fehler der Gäste im Spielaufbau eine dicke Möglichkeit durch Florian Niederlechner liegen ließen (7. Min.), verwerteten die Bayern ihre erste gute Chance direkt zur Führung. Nach einem weiten Abschlag von Torhüter Jannis Bärtl zeigte sich die Defensive der Giesinger schlecht gestaffelt. Über die rechte Seite enteilte im Sprintduell Tim Binder seinem Gegenspieler Moritz Seiffert und bediente im Zentrum den mitgelaufenen Kapitän Anton Heinz, der aus kurzer Distanz zum 0:1 vollstreckte (12. Min.). Auf der Gegenseite war es nach einer guten Flanke von Michael Eberwein erneut Niederlechner, der freistehend am Tor vorbei köpfte (14. Min.).

Die Löwen blieben am Drücker. Nach einem Zuspiel von Eberwein setzte sich Rechtsverteidiger Mark Gevorgyan über die rechte Seite durch, doch Bayerns Juniorennationalspieler Cassiano Kiala klärte dessen harten Flachschuss in letzter Sekunde mit einer Grätsche für seinen bereits geschlagenen Torhüter auf der Linie (17. Min.). Wie man seine Möglichkeiten effizient nutzt, bewiesen die Rot-Weißen. Nach einem weiten Diagonalball sah Seiffert gegen Binder wieder schlecht aus. Binder ließ ihn mit einer Körpertäuschung stehen, dribbelte auch an Emre Erdoğan vorbei und traf mit einem platzierten Flachschuss in die lange Ecke zum 0:2 (23. Min.). Zweiter Angriff – zweites Tor für die Gäste.

Nach einer Flanke von Gevorgyan verkürzte Cristian Leone für den TSV 1860 München in der 28. Minute. Doch noch vor dem Pausenpfiff stellten die Bayern den alten Abstand wieder her. Zunächst war Bogdan Olychenko für den FC Bayern München nach einer Ecke mit einem Distanzschuss noch am Pfosten gescheitert (33. Min.), dann traf der letztjährige Torschützenkönig der Regionalliga Bayern, Heinz, unbedrängt von Gegenspieler Eric Uhlmann, aus 20 Metern ins Kreuzeck zum 1:3 (40. Min.). Trotz ihres Chancenplus gingen die Löwen mit einem deutlichen Rückstand aus der ersten Halbzeit.

Nach dem Wiederanpfiff dauerte es nicht lange, ehe der TSV 1860 München erneut den Anschlusstreffer erzielte. Nach einer Flanke des eingewechselten Bell, der den überforderten Seifert ersetzte, köpfte Erdoğan das 2:3 (51. Min.). Kurz darauf hatte Leone den Ausgleich auf dem Fuß, schoss den Ball aber aus zehn Metern über das Tor. Im Gästefanblock wurde nun massiv Pyrotechnik gezündet, weshalb der Unparteiische die Begegnung ob der starken Rauchentwicklung unterbrach. IIn der 59. Minute sah Bayern-Trainer Dante die Rote Karte, weil er einen Einwurf, den die Löwen schnell ausführen wollten, verzögerte, indem er einen zweiten Ball auf das Spielfeld warf, und sich danach noch ein heftiges Verbalduell mit seinem protestierenden Kollegen Alper Kayabunar lieferte. Nach einem weiten Zuspiel von Dennis Dressel rannte Niederlechner auf das Tor der Bayern zu, sein Abschluss wurde zur Ecke geblockt (63. Min.).

Bei einem der wenigen Befreiungsversuche der Bayern in der zweiten Halbzeit gelang ihnen prompt der nächste Treffer. Noah Codjo-Evora spielte auf David Santos Daiber, der das Leder zum eingewechselten Artur Degraf brachte, der sich geschickt um seinen Gegenspieler Felix Weber drehte und aus sechs Metern ins kurze Eck zum 2:4-Endstand traf (74. Min.). Danach war die Begegnung entschieden. Trotz acht Minuten Nachspielzeit wegen verschiedener Unterbrechungen musste der TSV 1860 München nach vier Heimsiegen in Folge wieder eine Niederlage einstecken. Eine höchst ärgerliche, wie Trainer Alper Kayabunar befand: „Bayern hat immer zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht. Gefühlt war jeder Schuss ein Gegentor. Und wir verballern auf der anderen Seite beste Möglichkeiten. Da wird es einfach schwer, so ein Spiel zu gewinnen.“

Die nächste Gelegenheit, ein Spiel zu gewinnen, hat Kayabunars Mannschaft am kommenden Sonntag, den 25. Oktober, um 14 Uhr zu Gast beim VfB Eichstätt. Das oberbayerische Kräftemessen mit den Grün-Weißen im nur 2.100 Zuschauer fassenden Hirsch-Sportpark ist restlos ausverkauft. (as)

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