In einer turbulenten Begegnung trennten sich der TSV 1860 München und der SSV Jahn Regensburg am 33. Spieltag der 3. Liga im innerbayerischen Vergleich 2:2 (1:2)-unentschieden. Für die Kontrahenten aus Oberbayern und der Oberpfalz ging es sportlich um nichts mehr. Mit den Auf- oder Abstiegsrängen sind beide nicht mehr in Berührung.
Vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Grünwalder Stadion spielten die Mannschaften von Beginn an mit offenem Visier. Löwen-Torjäger Sigurd Haugen brachte die Gastgeber nach einem Pass in die Tiefe von Kevin Volland mit 1:0 in Führung. Der Norweger tanzte seinen Gegenspieler Leo Mätzler auf der linken Strafraumseite im Dribbling aus und traf mit einem Flachschuss (28. Min.). Kurz vor der Halbzeit folgte die Antwort der Gäste. Eine Freistoßflanke von Adrian Fein aus dem Halbfeld verlängerte Mätzler mit dem Kopf zum 1:1 ins Netz – unerreichbar für Schlussmann Thomas Dähne (42. Min.).
Es sollte jedoch noch ärger kommen für die Münchner Löwen. Zunächst scheiterte der aufgerückte Innenverteidiger Max Reinthaler nach einer Ecke von Thore Jacobsen mit einem Kopfball an der Querlatte. Regensburgs Torhüter Felix Gebhardt hatte noch die Fingerspitzen an den Ball gebracht. Im direkten Gegenzug trafen die Gäste zum 1:2: Jahn-Kapitän Christian Kühlwetter bediente nach einem schnellen Konter Philipp Müller, der frei vor Dähne auftauchte und den Halbzeitstand erzielte.
Nach Wiederanpfiff drängten die Münchner auf den Ausgleich. Haugen setzte Florian Niederlechner in Szene, der den herauseilenden Torhüter umkurvte und von diesem mit einem Foul zu Boden gebracht wurde (53. Min.). den fälligen Strafstoß parierte Gebhardt gegen Jacobsen. Auch der Folge bewahrte der Schlussmann seine Farben mehrfach vor dem möglichen Ausgleich. In der Schlussviertelstunde wurde der Druck zu groß. Der stark spielende Samuel Althaus setzte sich im Zusammenspiel mit Manuel Pfeifer auf der linken Seite durch. Seine Flanke erreichte den lauernden Haugen am zweiten Pfosten, der per Kopfball zum verdienten 2:2 traf (81. Min.).
In den letzten Minuten mobilisierten die Münchner Löwen noch einmal alle Kräfte, doch die Oberpfälzer brachten das Remis mit Glück und Geschick über die Zeit. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich verpasste Raphael Schifferl per Kopfball nach einer Ecke von Jacobsen. Der Ball strich um Zentimeter am Pfosten vorbei. Die Sieglos-Serie des TSV 1860 München hält damit zum Leidwesen der Fans an. Markus Kauczinski. Trainer der Löwen befand: „In der zweiten Halbzeit haben wir Druck gemacht, waren auf dem Gaspedal. Leider konnten wir den Elfmeter nicht nutzen. Aber wir haben weitergemacht. Das rechne ich der Mannschaft hoch an. Insgesamt war es ein guter Auftritt.”
Am kommenden Samstag gastiert des TSV 1860 München um 14 Uhr im Ludwigsparkstadion beim 1. FC Saarbrücken. Die kriselnden Saarländer brauchen noch dringend Punkte, um den Klassenerhalt sicherzustellen. (as)