Dieser Tage sind wieder in ganz Deutschland die Sternsinger unterwegs, um für notleidende Kinder Spenden zu sammeln. Auch bei Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter haben wieder zwei Gruppen mit den Heiligen Drei Königen Halt gemacht. Caspar, Melchior und Balthasar waren aber nicht aus dem Morgenland angereist, sondern aus Obermenzing. Die Sternsinger aus den Pfarreien Leiden Christi und St. Leonhard waren ins Rathaus gekommen, um den traditionellen Haussegen auszubringen und für das Kindermissionswerk zu sammeln.
„Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ heißt das Leitwort des diesjährigen Dreikönigssingens – denn die Weltgemeinschaft hat ihr Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, nicht erreicht. 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen.
„Euer Besuch im Rathaus freut mich wirklich sehr“, sagte Reiter. „Mit den von euch gesammelten Spenden helft ihr wieder mit, die Not vieler Kinder in den ärmeren Regionen dieser Welt zu lindern. Mit eurem Engagement setzt ihr außerdem ein starkes Zeichen gegen Kinderarbeit und für den Schutz von Kinderrechten.“
Im vergangenen Jahr hatten sich in 7.328 Pfarrgemeinden, Kindergärten und Schulen Kinder, Jugendliche und Erwachsene am Dreikönigssingen beteiligt. Sie sammelten mehr als 48 Millionen Euro. Die Spenden fließen in Hilfsprojekte für Kinder in rund 90 Ländern weltweit.