Der Himalaya ist eine in den Himmel geschriebene Grenze: klimatisch, landschaftlich, botanisch, tierisch, ethnisch und religiös. Das höchste Gebirge der Erde trennt nicht nur den indischen Subkontinent von Zentralasien, sondern blockt auch die feuchten Luftmassen des Monsuns ab, die sich an der Gebirgs-Mauer stauen. Die Folge: Das Gebirge besitzt zwei völlig verschiedene Gesichter.
Die Südabdachung des Himalaya ist feucht und grün, mit dichter Vegetation überzogen. Hier bauen sich stockwerkartig verschiedene Waldzonen auf; vom subtropischen Regenwald bis hinauf zum Weißtannen-Rhododendron-Wald der Hochregionen an der Baumgrenze.
Nördlich des Himalaya hingegen, im Trockenschatten des Monsuns, breitet sich eine karge Gebirgswüste aus. Hier können sich nur noch widerstandsfähige und spezialisierte Pflanzen und Tiere behaupten.
Nirgendwo entlang der 2700 Kilometer langen Gebirgskette treffen die beiden Gesichter so unvermittelt aufeinander, wie in der tiefsten Schlucht der Erde, wo der Kali Gandaki den Himalaya zwischen den beiden Achttausendern Dhaulagiri und Annapurna durchbricht.
Für die Menschen war der Himalaya trotz seiner Größe und Höhe nie ein trennender Wall, sondern höchstens ein Hindernis, das Handel und Glaube überwand. Auf vielfältigen Routen sickerte die Lehre Buddhas aus Indien ein und initiierte einen Kulturtransfer, der den gesamten Himalaya Raum durchdrang und bis heute prägt. Ein dichtes Wegenetz versorgte die Menschen beiderseits des Gebirges mit Waren und Information.
Die vhs Unterhaching bietet im März 2027 eine Studienreise nach Nepal an, eine Reise ganz ohne Trekking und für Menschen mit einer normalen Fitness.
Auf dieser Studienreise folgen die Teilnehmer der hier beschriebenen Landschaft und einem Reiseverlauf, den der Himalaya-Experte Bruno Baumann ausgearbeitet hat und sie uns, der vhs Unterhaching, zur Verfügung stellt.
Es ist eine Tour, die auch ohne Trekking, mit moderaten Spaziergängen, die beiden Gesichter des Himalaya erleben lassen. Mit der Landschaft erleben die Teilnehmer die enge Verbindung von Bergen und Gottheiten, wie sie die unterschiedlichen Religionen Nepals, vor allem der Hinduismus und der Buddhismus, in ihrer Vorstellung verknüpfen. Sie erleben die Rhododendren-Blüte in ihrer vollen Pracht.
Zu Beginn und am Ende der Studienreise tauchen die Teilnehmer ein in das quirlige Kathmandu und besichtigen die beeindruckende Handwerkskunst der alten Städte im Kathmandu-Tal. Sie besuchen heilige Orte und erfahren viel über die religiöse Verehrung der jeweiligen Gottheiten. Die unterschiedlichen Religionen leben hier alle friedlich miteinander und nebeneinander. I
Reiseleitung: Barbara Sporrer M.A., vhs Unterhaching und örtliche Guides. Ein Infoabend zu der Tour findet am Freitag, 13. November statt.
Das genaue Reiseprogramm mit allen Details und dem genauen Reiseverlauf findet man ab Ende September unterwww.vhs-unterhaching.de
Auf Wunsch werden die Infos zur Reise auch gerne zugeschickt, weitere Infos gibt es unter Telefon 089 66547610 oder unter der E-Mail: info@vhs-unterhaching.de Man kann sich bereits jetzt unverbindlich für die Reise vormerken lassen.