Vier JRK-Mitglieder aus dem Landkreis Ebersberg nahmen bei der Fiaccolata in Italien teil. Bereits um 4 Uhr morgens trafen sie sich mit weiteren Teilnehmenden aus den JRK-Landesverbände Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Berlin in München und machten sich gemeinsam mit dem Bus auf den Weg nach Italien – zuerst zum Gardasee und dann nach Solferino, dem Ort, an dem die Idee des Roten Kreuzes geboren wurde.
Ein Besuch des Rotkreuz-Museums in Castiglione delle Stiviere durfte natürlich nicht fehlen. Dort erfuhren sie, wie nach der Schlacht von Solferino im Jahr 1859 die Idee des Roten Kreuzes entstand. Henry Dunant, ein Schweizer Geschäftsmann, war von den vielen verletzten Soldaten tief erschüttert und setzte sich dafür ein, dass Verwundeten, unabhängig von ihrer Herkunft geholfen wird. Aus dieser Idee entwickelte sich die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.
Am Samstag besuchten sie das internationale Rotkreuz-Camp. Dort trafen sich Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler aus der ganzen Welt. Beim gemeinsamen Mittagessen konnten sich die Teilnehmenden aus vielen verschiedenen Ländern austauschen und neue Kontakte knüpfen. Außerdem trafen sie dort viele bekannte Gesichter aus Bayern, unter anderem aus den BRK-Kreisverbänden Regensburg, Dachau und Erding. Es war schön, sich mit anderen Ehrenamtlichen auszutauschen und gemeinsam Teil dieser besonderen Veranstaltung zu sein.
Der Höhepunkt des Wochenendes war die Fiaccolata – ein Fackelwanderung. Jedes Jahr kommen Tausende Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler aus aller Welt zu diesem Ereignis nach Solferino. Ab 16:00 Uhr begann auf der Piazza Castello das offizielle Programm mit Musik, Ansprachen und Ehrungen. Für die Teilnahme erhielten alle ein eigenes Fiaccolata-T-Shirt.
Um 19:30 Uhr startete schließlich die rund acht Kilometer lange Fackelwanderung von Solferino nach Castiglione delle Stiviere. Gemeinsam trugen sie ihre Fackeln durch die Nacht und erinnerten damit an den Ursprung der Rotkreuzbewegung. Entlang der Strecke standen viele Menschen, winkten den Teilnehmenden zu und sorgten für eine ganz besondere Stimmung. Das Italienische Rote Kreuz versorgte alle Ehrenamtlichen den gesamten Tag mit kaltem Wasser, was bei den sommerlichen Temperaturen eine willkommene Erfrischung bot.