Veröffentlicht am 21.03.2026 00:01

100 % Menschenwürde

Nikola Srdic ist einer der Jugendlichen, die an einem Interview zum Thema Gewalt teilgenommen haben. Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus ist es online zu sehen.
Nikola Srdic ist einer der Jugendlichen, die an einem Interview zum Thema Gewalt teilgenommen haben. Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus ist es online zu sehen.
Nikola Srdic ist einer der Jugendlichen, die an einem Interview zum Thema Gewalt teilgenommen haben. Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus ist es online zu sehen.
Nikola Srdic ist einer der Jugendlichen, die an einem Interview zum Thema Gewalt teilgenommen haben. Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus ist es online zu sehen.
Nikola Srdic ist einer der Jugendlichen, die an einem Interview zum Thema Gewalt teilgenommen haben. Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus ist es online zu sehen.

Unter dem Motto „100 % Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus” stehen heuer die Internationalen Wochen gegen Rassismus in München. Sie wollen ein deutliches Zeichen für eine demokratische und solidarische Stadtgesellschaft setzen. Ihr Angebot umfasst über 160 Veranstaltungen verschiedenster Art: Es erstreckt sich von Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Workshops über Lesungen, Partys und Konzerte bis hin zu Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche.

Die Stadt möchte sich mit dieser Reihe für Demokratie und die unantastbare Würde jedes einzelnen Menschen einsetzen. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus im München „zeigen, wie viele Menschen und Einrichtungen in München sich dafür stark machen und rassistischen sowie rechtsextremen Ideologien entgegentreten”, schreibt die Pressestelle der Stadtverwaltung. Mit dem Themenschwerpunkt „Rassismus der extremen Rechten und seine Resonanz in der Mitte der Gesellschaft” nimmt das diesjährige Programm rechtsextreme und rassistisches Narrative sowie deren Wirkung in der Mitte der Gesellschaft in den Blick. Dr. Miriam Heigl, die Leiterin der Fachstelle für Demokratie, erklärt: „Rechtsextreme und rassistische Erzählungen finden sich längst auch in der Mitte der Gesellschaft. Mit dem diesjährigen Schwerpunkt sollen diese Narrative benannt, eingeordnet und gemeinsam Strategien entwickelt werden, wie ihnen im Alltag, am Arbeitsplatz und im öffentlichen Diskurs widersprochen werden kann.”

Diskutieren, Filme sehen, Workshop besuchen

Im Münchner Norden werden im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus Veranstaltungen für Erwachsene und Jugendliche angeboten:
Eine Podiumsdiskussion findet am Sonntag, 22. März, im 4. Stock der Bunzlauer Straße 9 in Moosach statt. Zehn Jahre nach dem rechtsterroristischen und rassistischen Anschlag am OEZ geht es um „offene Fragen und fehlende Aufklärung”, so die „Initiative München OEZ erinnern”, die auf der Basis der Erfahrungen und Erlebnisse von Angehörigen und Überlebenden diese Fragen öffentlich stellen und Antworten, Aufklärung und Gerechtigkeit einfordern möchte. Der Hintergrund: Im und am Olympia-Einkaufszentrum wurden im Juli 2016 neun Jugendliche von einem 18-Jährigen aus rassistischen Motiven erschossen.

Ebenfalls in Moosach, im Jugendcafe, Pelkovenstraße 128 (Ecke Hanauer Straße), findet von Dienstag, 24., bis Freitag, 27. März, der Workshop „Post oder Propaganda? Die Gefahren in meinem Feed” statt. Die Veranstaltung der Freizeitstätte boomerang richtet sich an Jugendliche und thematisiert Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in sozialen Medien. Beginn ist jeweils um 15 Uhr, Ende um 19 Uhr. Man kann jederzeit ohne Anmeldung vorbeikommen und teilnehmen.

Im Innenhof der Karl-Köglsperger-Straße 17 – 23 (Freimann) gibt es am Donnerstag, 26. März, ab 15 Uhr unter dem Titel „Mit Herz gegen Rassismus und Rechtsextremismus” eine Stadtteilaktion mit Darbietungen und Mitmachaktionen. Soziale Einrichtungen aus Freimann wollen damit auf dem Heidemarkt ein Zeichen setzen. Man kann musikalischen und künstlerischen Darbietungen zusehen. Darüber hinaus gibt es Gelegenheit, sich kreativ zu betätigen und bei einer Gemeinschaftsaktion mitzuwirken, die Offenheit und Solidarität im Stadtteil symbolisieren soll. Veranstaltet wird die Aktion von „HeideTreff Familienzentrum und Nachbarschaftstreff, Kinderschutz”.

Die Filme „Wir sind jung. Wir sind stark“ und „Kriegerin“ werden als Doublefeature am Freitag, 27. März, um 16 Uhr im Café der Freizeitstätte Neuland, Neuherbergstraße 90 (Am Hart), gezeigt. Es handelt sich dabei um zwei deutsche Spielfilme, einer von Regisseur Burhan Qurbani und der andere von David Wnendt.

Jugendtreff zeigt Online-Ausstellung

Der Jugendtreff Harthof hat vergangenes Jahr Interviews zum Thema Gewalt durchgeführt und Jugendliche des Kinderhauses und Jugendtreffs Harthof gefragt, welche Erfahrungen sie damit gemacht haben. Unter dem Titel „Was ist für dich Gewalt?” sind sie bis zum Sonntag, 29. März, rund um die Uhr als Online-Ausstellung unter der Adresse www.instagram.com/jugendtreff_harthof zu sehen.

Gratis zu besuchen

Das vollständige Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus in München ist online unter der Adresse www.muenchen.de/gegen-rassismus abrufbar. Soweit dort nicht anders vermerkt, sind die Veranstaltungen kostenlos zu besuchen und barrierefrei zugänglich.
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden immer jährlich anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus am 21. März statt. Weitere Informationen hierzu finden sich unter www.stiftung-gegen-rassismus.de.

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