Bertram H. aus Gern: Ich habe seit ca. einem Jahr eine Warze am Finger. Ich habe keine Ahnung wodurch diese gewachsen ist. Was kann ich gegen dieses lästige Gewächs unternehmen? Die Warze stört mich unglaublich und sieht auch nicht sehr schön aus.
Sehr geehrter Herr H., Warzen sind scharf begrenzte, gutartige Hautwucherungen, mit einer rauen, schuppigen Oberfläche. Der verantwortliche Erreger ist ein Virus, das humane Papilloma Virus (HPV). Die Übertragung der Warzenviren erfolgt von Mensch zu Mensch, entweder durch direkten Hautkontakt oder indirekt, beispielsweise in Duschräumen von Schwimmbädern. Warzenviren gelangen durch kleine Verletzungen in die obere Hautschicht. Die Inkubationszeit beträgt zwischen vier Wochen und acht Monaten. Viruswarzen der Haut treten häufig auf, vor allem an Händen und Füssen. Sie heilen meist spontan innerhalb von Monaten oder Jahren ab. Dennoch wünschen viele Patienten eine Behandlung. In der Selbstmedikation stehen verschiedene Mittel zur Verfügung: Zuerst sollte der Versuch unternommen werden, die Hornmassen mit einer salicylsäurehaltigen Tinktur oder Pflastern aufzuweichen und anschließend vorsichtig abzuschaben. Die Behandlungsdauer beträgt einige Wochen. Schützen Sie die umliegenden Hautareale mit einer dexpanthenolhaltigen Salbe, welche nach der Entfernung der Warze auch gute Dienste bei der Heilung tut. Eine weitere Möglichkeit ist die Vereisung der Warze mit flüssigem Stickstoff. Aufgrund der Kälteeinwirkung kommt es zu einer Blasenbildung, bei der sich die Oberhaut abhebt. Die Blase trocknet nach 7 – 14 Tagen ein und kann dann leicht entfernt werden. Als alternative Heilmethode können Warzen mit Thuja-Tinktur behandelt werden. Tragen Sie die homöopathische Lösung mehrmals täglich auf die betroffenen Hautareale auf.
Warzen entstehen aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin, hauptsächlich durch einen Mangel an Leber-Qi, Blut, Blut-Trockenheit und dem so genannten üblen Wind. Das Qi, welches die Sehnen im Körper ernährt, ist nicht mehr ausreichend. Feuchtigkeit, Hitze und Blutstau werden in der Haut gebildet. Man nennt dies auch „in Tausendtagen enstandene Warze“. Häufige Stellen für Warzenbildung sind Handflächen, Finger, Zehen und unter den Fußsohlen. Hauptbeschwerden sind Schmerzen bei Druck. Bei der äußeren Behandlung werden die Warzen oft durch einen operativen Eingriff entfernt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin kommen individuell zusammengestellte Kräuter zur äußeren Behandlung zum Einsatz. Gute Erfahrungen hat man auch mit der Kräutertherapie bei innerlicher Anwendung und Akupunkturbehandlungen gemacht.