Veröffentlicht am 03.05.2026 18:25

Abschied vom Rathaus nach 19 Jahren

Der scheidende Bürgermeister Thomas Loderer freut sich, dass zum Abschluss seiner Amtszeit die Erhebung Ottobrunns zur Universitätsgemeinde geklappt hat.  (Foto: hw)
Der scheidende Bürgermeister Thomas Loderer freut sich, dass zum Abschluss seiner Amtszeit die Erhebung Ottobrunns zur Universitätsgemeinde geklappt hat. (Foto: hw)
Der scheidende Bürgermeister Thomas Loderer freut sich, dass zum Abschluss seiner Amtszeit die Erhebung Ottobrunns zur Universitätsgemeinde geklappt hat. (Foto: hw)
Der scheidende Bürgermeister Thomas Loderer freut sich, dass zum Abschluss seiner Amtszeit die Erhebung Ottobrunns zur Universitätsgemeinde geklappt hat. (Foto: hw)
Der scheidende Bürgermeister Thomas Loderer freut sich, dass zum Abschluss seiner Amtszeit die Erhebung Ottobrunns zur Universitätsgemeinde geklappt hat. (Foto: hw)

„Ehrlich gesagt habe ich keinen Plan B gehabt. Ich bin Bürgermeister mit Herzblut gewesen, aber der Wähler hat nun mal anders entschieden. So ist das in einer Demokratie”, erklärt der scheidenden Ottobrunner Bürgermeister, Thomas Loderer. Jetzt will er erst einmal den Sommer genießen, zuhause Liegegebliebenes sortieren und sich dabei gleich mit, wie er erklärt. Zeit zum Lesen werde er sich nehmen, darauf freue er sich ebenfalls sehr, bekennt Thomas Loderer.

Natürlich wäre er gerne weiter im Amt geblieben, aber er hat Frieden mit der Entscheidung des Wählers geschlossen. Mit seiner Bilanz ist er zufrieden, auch wenn es immer noch Dinge gibt, die er gerne weiter vorangetrieben und abgeschlossen hätte.

Während seiner Amtszeit (März 2007 bis April 2026) sei viel vorangegangen. Die ersten Jahre seien vor allem dem Schulausbau gewidmet gewesen. Als Vorsitzender des Zweckverbands der weiterführenden Schulen in der Region war er nicht nur für den Bau von Ottobrunner Grundschulen verantwortlich, sondern auch für den Bau des Gymnasiums in Höhenkirchen-Siegertsbrunn, die Sanierung und Erweiterung des Neubiberger und des Ottobrunner Gymnasiums. Auch die Realschulerweiterung in Neubiberg fällt in diese Zeit. „Das war eine unglaublich intensive Zeit, manchmal wundere ich mich, wie wir das alles geschafft haben”, erklärt er in einem Interview mit den Münchner Wochenanzeigern. Stolz ist er auf sein Rathaus-Team und den Gemeinderat, mit dem diese Entscheidungen getroffen und umgesetzt wurden.

Der Ausbau der Kinderbetreuung sei ebenfalls vorangetrieben worden, ebenso wie viele Verbesserungen im Öffentlichen Nahverkehr in Ottobrunn. Vor allem der Ausbau der Busse im Ottobrunner Raum sei ihm ein Herzensanliegen gewesen. Wer die Menschen dazu bewegen will, dass Auto stehen zu lassen, der müsse Alternativen anbieten, lautet sein Credo. Bei allen Entscheidungen habe auch immer der Blick auf die Finanzen eine Rolle gespielt, denn wenn auch Vieles wünschenswert sei, müsse man doch immer mit Augenmaß entscheiden, um das Gemeindesäckl nicht über Gebühr zu strapazieren.

Anschluss an die Fernwärme gelungen

Auch der Neubau der Josef-Seliger-Siedlung mit der Baugesellschaft München-Land fällt in seine Amtszeit. Hier wurde günstiger Wohnraum geschaffen und gleichzeitig ein Anschluss an die Fernwärme auf den Weg gebracht. Mittlerweile werden rund 20 Prozent Ottobrunns über regenerative Wärme beheizt, ohne dass die Gemeinde sich dafür habe verschulden müsse, erklärt Thomas Loderer weiter. Auch weitere Anschlüsse sind für die Zukunft geplant, betont er.

Als eine der dringendsten Aufgaben sieht er für die Zukunft den Schutz des Trinkwassers, hier gebe es für seinen Nachfolger einiges zu tun, so Loderer. Unter seiner Amtszeit habe man bereits einen Teil des sanierungsbedürftigen Wassernetzes saniert. Aus seiner Sicht wäre es wünschenswert, die Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit mit der Gemeinde Hohenbrunn in einer GmbH zu verankern.

„Ich habe meine Arbeit immer mit Herzblut gemacht und so, dass ich am Ende des Tages noch in den Spiegel schauen kann”, lautet sein Fazit aus 19 Jahren Amtszeit in Ottobrunn.

north