Das städt. Baureferat sieht weder im Westpark noch in anderen Grünanlagen ein generelles Müll- oder Grillproblem. Das erklärte Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer, nachdem die München-Liste darum gebeten hatte, die Reinigungsfrequenz im Westpark und vergleichbaren stark frequentierten Grünanlagen zu erhöhen und ein Maßnahmenpaket gegen die Vermüllung städtischer Parks zu erarbeiten.
Aufgrund seines vielfältigen Freizeit- und Erholungsangebotes ist der Westpark die am intensivsten genutzte städtische Parkanlage. Im Westpark sind aktuell gut 170 Abfallbehälter aufgestellt. Davon befinden sich etwa 20 in den Grillzonen des Parks. Zudem werden in den Grillzonen saisonal zusätzlich zehn Gitterboxen zur Müllentsorgung aufgestellt. In neun Aschebehältern kann die anfallende Grillkohle entsorgt werden. In der Sommersaison wird der Westpark sechsmal wöchentlich gereinigt.
Das entspreche einem überdurchschnittlich hohen Standard, so Ehbauer. Eine weitere Ausweitung sei aufgrund nicht gegebener Finanzierung nicht möglich.
Es gebe auch kein generelles Problem mit dem Grillen außerhalb der erlaubten Bereiche. Die ausgewiesenen Grillzonen werden gut angenommen, das Angebot sei als ausreichend zu erachten. Nur an wenigen Tagen im Jahr – meist zu Beginn der Grillsaison im Mai – sei der Andrang so groß, dass die zur Verfügung stehenden Flächen knapp werden. Ein digitales Reservierungssystem würde diesen punktuellen Andrang nicht lösen, so Ehbauer. Die Ressourcen, die für eine Einführung, Betrieb und die notwendigen Kontrollen vor Ort nötig wären, stehen ohnehin nicht zur Verfügung.
Den Vorschlag einer stärkeren Präsenz des Kommunalen Außendienstes (KAD) im Westpark und anderen öffentlichen Grünanlagen (neben der Grünanlagenaufsicht) wird das städt. Kreisverwaltungsreferat nicht umsetzen. Der KAD sei auf Beschluss des Stadtrates nur rund um den Hauptbahnhof tätig. Die Bestreifung außerhalb dieses Einsatzgebietes zur Unterbindung von Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sei daher nicht möglich.