Chefsessel teilweise neu zu vergeben

Nur Bürgermeister Stefan Schelle möchte im Hachinger Tal noch eine weitere Amtszeit dranhängen. (Foto: hw)
Nur Bürgermeister Stefan Schelle möchte im Hachinger Tal noch eine weitere Amtszeit dranhängen. (Foto: hw)
Nur Bürgermeister Stefan Schelle möchte im Hachinger Tal noch eine weitere Amtszeit dranhängen. (Foto: hw)
Nur Bürgermeister Stefan Schelle möchte im Hachinger Tal noch eine weitere Amtszeit dranhängen. (Foto: hw)
Nur Bürgermeister Stefan Schelle möchte im Hachinger Tal noch eine weitere Amtszeit dranhängen. (Foto: hw)

Gleich viermal haben die Wähler am Sonntag, 8. März, die Qual der Wahl. So wird an diesem Tag sowohl der jeweilige Bürgermeister in Stadt und Gemeinde gewählt, ebenso wie der Stadt- bzw. Gemeinderat als auch der jeweilige Kreistag und last but not least der Landrat. Bei der Wahl des jeweiligen Bürgermeisters und des Landrates hat jeder Wähler nur eine Stimme pro Liste zu vergeben, während man bei der Stadtrats- und Gemeinderatswahl so viele Stimmen hat, wie Plätze in dem jeweiligen Gremium zu vergeben sind. Wählen dürfen bei den Kommunalwahlen übrigens nicht nur deutsche Staatsbürger über 18 Jahre mit Wohnsitz in der jeweiligen Kommune, sondern auch ebensolche EU-Bürger, die 18 Jahre alt sind und mindestens seit drei Monaten dort leben.
Bei der Bürgermeister- bzw. Landratswahl hat derjenige Kandidat gewonnen, der mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen kann. Gelingt dies keinem der Bewerber, findet am Sonntag, 22. März, eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten statt, die die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten. Die Kommunalwahl findet alle sechs Jahre statt, der Termin wird von der bayerischen Staatsregierung im Vorfeld festgelegt.
Die Kommunalwahl hat ein paar Besonderheiten, die es zu beachten gilt: Jeder Wähler hat, wie bereits erwähnt, so viele Stimmen wie es Stadt- bzw. Gemeinderäte gibt. Hier besteht die Möglichkeit eine ganze Liste zu wählen, oder aber einzelnen Personen mehrere Stimmen (maximal drei!) zu geben, das nennt man dann KUMULIEREN. Der Wähler kann seine Stimmen auch über mehrere Listen hin verteilen, das nennt man dann PANASCHIEREN.
Gibt man einem Kandidaten allerdings mehr als drei Stimmen ist der Wahlzettel ungültig. Das gilt auch dann, wenn man mehr Stimmen auf dem Wahlzettel ankreuzt, als einem zur Verfügung stehen. Der Wählerwille muss immer klar zu erkennen sein. Ist er das nicht, verliert der Wahlzettel seine Gültigkeit. Weniger als die zulässigen Stimmen darf man allerdings schon vergeben, gibt man einen leeren Stimmzettel ab, ist dieser ebenfalls ungültig. Jede Wahl muss geheim stattfinden, Selfies aus der Wahlkabine sind deshalb verboten. Wer seinen Wahlzettel am Wahltag nicht mehr findet, kann in dem für ihn zuständigen Wahlort auch mit seinem Personalausweis vorsprechen und so an der Wahl teilnehmen.

Bequem von zuhause aus entscheiden

Wer seinen Antrag auf Briefwahl im Wahlamt persönlich abgibt, erhält die Briefwahlunterlagen sofort und kann auch direkt im Wahlamt seine Stimme abgeben. Nicht vergessen sollte man dabei, seinen Personalausweis mitzubringen.
Die ausgefüllten Briefwahlunterlagen im roten Wahlbriefumschlag müssen spätestens am Wahltag, 8. März, bis 18 Uhr, bei der auf dem Umschlag angegebenen Stelle eingehen. Später eingegangene Wahlbriefe können bei der Stimmenauszählung nicht mehr berücksichtigt werden.

Im Hachinger Tal treten gleich drei von vier Bürgermeistern nicht mehr zur Wahl an. Einen neuen Bürgermeister/in wird es deshalb auf jeden Fall in Taufkirchen (derzeit noch Ullrich Sander - Parteifrei), Sauerlach (derzeit noch Barbara Bogner - UBV) und Unterhaching (derzeit noch Wolfgang Panzer - SPD) geben.

Oberhaching: Amtsinhaber Stefan Schelle (seit 2002 im Amt - CSU) tritt gegen Kornelia Huber-Danzer (Grüne) und Simon Sainer (WGO) an.
In Taufkirchen bewerben sich um das Amt des Bürgermeisters Sebastian Thoma (CSU), Naciye Özsu (SPD), Christoph Nadler (Grüne), Maike Vatheuer-Seele (UWT), Jörg Pötke (ILT) und Uwe Görler (AfD).

In Unterhaching stehen zur Wahl: Korbinian Rausch (CSU), Johanna Zapf (Grüne), Daniel Schön (SPD), Julia Stifter (Parteifrei mit eigener Liste), Andreas Büchele (FW) und Peter Hupfauer (FDP).

In Sauerlach stehen folgende Kandidaten zur Wahl: Anton Pfefferseder (Grüne), Klaus Zimmermann (UBV), Michael Hohenleitner (CSU), Babak Afshar (SPD), Matthias Zwiener (FW) und Calvin Kremmer (AfD).

Viele Anwärter für den Posten des Landrates

Anders sieht es aus bei der Wahl zum Landrat für den Landkreis München. Amtsinhaber Christoph Göbel (seit 2014 im Amt - CSU) tritt an gegen Wolfgang Panzer (SPD), Nikolaus Kraus (FW), Marion Seitz (Grüne), Katharina Diem (FDP) und Gerold Otten (AfD).

Aber auch im Bayerischen Oberland wird gewählt, sowohl in Otterfing als auch in Holzkirchen wollen die beiden Amtsträger noch eine weitere Periode die Rathausgeschäfte führen.
Otterfing: Amtsinhaber Michael Falkenhahn (im Amt seit 2020 - SPD) tritt an gegen Thomas Ginschel (FW).
Holzkirchen: Amtsinhaber Christoph Schmid (im Amt seit 2020 - CSU) tritt an gegen Anita Gritschneder (Grüne) und Simon Ammer (SPD).

Auch im Landkreis Miesbach muss die Stelle des Landrates neu besetzt werden, denn Landrat Christoph von Löwis (im Amt seit 2020) tritt nicht mehr an. Hier hat der Wähler die Qual der Wahl zwischen sieben Kandidaten: Franz Schnitzenbaumer (CSU), Angela Falkenhahn (SPD), Martin Simon (AfD), Thomas Tomascheck (Grüne), Jens Zangenfeind (FWG), Martinus Thurnhuber (Bayernpartei) und Benedikt Maier (Linke).

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