Veröffentlicht am 03.09.2026 15:03

Der Schulanfang steht vor der Tür! – Die letzte Ferienwoche in den Bergen genießen

Schulbank im Lukashof. (Foto: Markus Wasmeier)
Schulbank im Lukashof. (Foto: Markus Wasmeier)
Schulbank im Lukashof. (Foto: Markus Wasmeier)
Schulbank im Lukashof. (Foto: Markus Wasmeier)
Schulbank im Lukashof. (Foto: Markus Wasmeier)

So schnell vergeht die Zeit, und schon bricht die letzte Woche der Sommerferien an. Viele Schülerinnen und Schüler werden mit gemischten Gefühlen auf den Kalender schauen. Die Ferien können schließlich nie lang genug sein. Und die Aufforderungen der Eltern, die Vokabeln schon einmal zu wiederholen, wollen so gar nicht in den gemütlichen Ferienrhythmus passen. Andererseits trifft man seine Freunde und Klassenkameraden wieder, und es gibt sicher einiges zu erzählen.

Für manche aber dürfte die Vorfreude überwiegen: die Erstklässler! Es ist schon ein großer Schritt, plötzlich Schulkind zu sein, und auch das Lesen, Rechnen und Schreiben ist für die kleinen ABC- Schützen keine Qual, sondern ein aufregendes Abenteuer.

So ähnlich, vielleicht sogar noch etwas spannender, dürfte sich die Schule auch für die Kinder auf dem Land vor gut 200 Jahren angefühlt haben. Denn 1802 wurde in Bayern die Schulpflicht eingeführt, und die Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren mussten eine Schule besuchen. Oft waren sie die Ersten in der Familie, die schreiben und lesen konnten. Denn zuvor war Bildung ein Luxusgut, das nur wohlhabende Familien ihrem Nachwuchs zukommen ließen. Doch auch mit der Schulpflicht war der Besuch der Schule nicht gleichzeitig kostenfrei! Die Eltern mussten Schulgeld bezahlen, und zudem fielen die Kinder als Arbeitskraft auf den Höfen aus.

In den sogenannten Volksschulen wurden die Grundkenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen vermittelt. Dazu kamen viele religiös geprägte Inhalte und Kirchengesang, denn die Lehrer waren meist Geistliche. Die Mädchen bekamen zusätzlich noch Unterricht in Hauswirtschaft und Handarbeiten.

Der Unterricht war sehr starr, und wer nicht folgte, konnte mit Schlägen bestraft werden. Diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei.

Mittlerweile hat sich an den Lehrplänen einiges geändert. Die Schule ist außerdem kostenfrei und viel pädagogischer ausgerichtet.

Bei uns im Freilichtmuseum können Sie ein bisschen in die Schule von früher hineinschnuppern. Im Lukashof haben wir ein paar Schulbänke und historische Schulsachen. Vielleicht ist das ja auch ein originelles Fotomotiv für die Erstklässler in Ihrer Familie. Mit Schultüte auf der historischen Schulbank? Zeit für einen kleinen Familienausflug wäre nächste Woche auf jeden Fall noch, bevor für die Kinder der sogenannte Ernst des Lebens losgeht. Aber, unter uns gesagt: Ganz so ernst war es zumindest bei mir in der Schule nicht – und bei Ihnen?

Genießen Sie die letzte Ferienwoche noch einmal mit Ihren Kindern oder Enkelkindern inmitten der Schlierseer Berge. Im altbayerischen Dorf können die Kinder Spiele entdecken, die schon die Urgroßeltern gespielt haben, und sich im weitläufigen Gelände richtig austoben, während Sie sich in unserem gemütlichen Biergarten eine kleine Verschnaufpause gönnen. Dort werden Sie bestens versorgt – mit bayerischen Schmankerln, deftigen Brotzeiten oder Kaffee und Kuchen. Dazu empfehle ich Ihnen unser altbayerisches Museumsbier oder die hausgemachte Kräuterlimonade. Und frisch erholt, können Sie dem Schulanfang dann als freudigem Ereignis entgegensehen.

Ich freue mich auf Ihren Besuch!
Ihr Markus Wasmeier

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