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Besonders spektakulär sind Sonnwendfeuer auf einem See, hier auf einem Ölbild von Joseph Brunner. (Foto:  Joseph Brunner)

Magie der Sommersonnwende –Der längste Tag des Jahres steht bevor

Am Sonntag steht eine besondere Nacht an, eine besonders kurze vor allem! Denn die Sonne hat den höchsten Punkt ihres Jahreslaufes erreicht und der 21. Juni ist somit der Tag mit den meisten Sonnenstunden im Jahr. Für die Menschen früher waren die Tage der Sonnenwende etwas besonders. Egal ob die Sommer- oder Wintersonnwende, sie hielten diese Tage beziehungsweise mehr die Nächte für magisch. Sonnwendfeuer sollten böse Geister vertreiben und Kräutern, die in dieser Nacht gesammelt wurden, schrieb man besonders starke Wirkung zu.
17.06.2026 14:30 Uhr
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Das Bier reift langsam im Bierkeller.  (Foto: Markus Wasmeier)

Auf in den Biergarten! –Im Juni wird es sommerlich

Wieso rede ich vom Biergarten, wo wir doch gerade die sogenannte Schafskälte erleben? Ganz einfach, weil wir es schon fast überstanden haben, dieses ungemütliche Wetterphänomen. Aber es ist ein gutes Beispiel, wie sich Wetterbeobachtungen über Jahrhunderte bestätigt haben und bis heute eine bestimmte Gültigkeit besitzen. Denn manchmal wird es im Juni einfach noch einmal kurz kalt, weil das Sommerwetter noch nicht stabil genug ist. Und weil die Schafe früher in der Regel direkt nach den Eisheiligen im Mai geschoren wurden, war es denen dann besonders kalt und deshalb spricht man von der Schafskälte. Aber wir wollen lieber über Biergartenwetter sprechen denn schon an diesem Wochenende schwenkt das Wetter um. Dann kann man wieder im Freien Brotzeit und Bier genießen, in den zahlreichen Biergärten, die in ganz Bayern zu finden sind.
11.06.2026 16:04 Uhr
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Sommerwanderung der Naturfreunde am 17. JuliTagesfahrt zum ChiemseeNaturfreunde laden zum Ausflug zum Ammersee einAusflug ins AltmühltalFührung durch SynagogeHeimat im Modell erlebenSpätherbst-Exkusrion mit BergSpektivenHerbstwanderung durch das Weilheimer MoosDer Sommer wird bunt im Markus Wasmeier Freilichtmuseum SchlierseeBildungsfahrt nach MemmingenWeiter mit dem TaxiAndersens SpurenAusflug zum Weßlinger See
Die Fliehburg erkundenWinterwanderung nach GrainauWinterwanderung mit den NaturfreundenNach Grainau wandernFreising kennenlernenWandern mit dem BergbundWanderungen der NaturfreundeWanderung zur Villa RusticaADFC-Tour mit EdiADFC-Tour mit EdiFührung SalvatorkircheSpaziergang durch Dießen
Die Natur inmitten der Berge genießen. (Foto: Markus Wasmeier)

Frohe Ostern!Ein Fest für die ganze Familie

Ich darf Ihnen an diesem Wochenende ganz herzlich frohe Ostern wünschen! Genießen Sie die Feiertage im Kreise Ihrer Familie und lassen die Waage einmal im Eck stehen. Denn Ostern ist natürlich auch ein Fest der Speisen und Getränke, die nach der langen Fastenzeit endlich wieder verzehrt werden durften. Neben dem christlichen Hintergrund gab es auch einen ganz praktischen Grund für das Fasten. Die Vorräte der Landbevölkerung neigten sich nach dem langen Winter dem Ende zu und so war Haushalten angesagt. Umso überschwänglicher feierte man dann das Osterfest.Allerhand Bräuche haben sich bis heute gehalten, am bekanntesten ist sicher das Ostereiersuchen. In Bayern wird zudem die Tradition des Oascheim gepflegt, bei dem man mit den Stielen von zwei Holzrechen ein schiefe Ebene baut über die man die gekochten Eier dann herunter rollen lässt. Der, dessen Ei am weitesten rollt, hat gewonnen. Probieren Sie es einmal aus, es macht wirklich viel Spaß. Wenn Sie keine Holzrechen haben, dann besuchen Sie uns einfach im altbayerischen Dorf, wir feiern Ostern gern mit Ihnen. Unser Wirtshaus „Zum Wofen“ verwöhnt Sie mit bayerischen Schmankerln und unsere museumseigene Brauerei liefert ein süffiges Bier dazu. Für die kleinen Gäste gibt es hausgemachte Kräuterlimonade und der Osterhase hat obendrein noch auf dem ganzen Gelände Ostereier versteckt, die es zu finden gilt. Außerdem lädt das Münchner Kasperltheater „Kasperls Spuikastl“ ein, mit dem Kasperl und seinen Freunden spannende Abenteuer zu erleben. Ich freue mich schon auf das Wochenende und zahlreiche Besucher. Ich darf Sie an dieser Stelle auch schon auf unseren Frühlingsmarkt am 18. und 19. April hinweisen. Im bäuerlichen Alltag war das Frühjahr die Zeit für die ersten Märkte und Dulten.
01.04.2026 15:52 Uhr
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Der Christbaum bringt das Licht in die Stube. (Foto: Markus Wasmeier)

Weihnachten steht vor der Tür – adventliche Stimmung im altbayerischen Dorf

Der erste Schnee ist gefallen und die Schaufenster der Geschäfte kündigen ganz deutlich an: Weihnachten steht vor der Tür. Die sogenannte stade Zeit kann aber ganz schnell hektisch werden, wer kennt das nicht. Wenn Sie dazu einen Gegenpol brauchen, ist unser historischer Weihnachtsmarkt genau das Richtige. Am Nikolauswochenende öffnet unser kleiner beschaulicher Markt seine Tore und auch am Wochenende darauf haben Sie jeweils Samstag und Sonntag die Gelegenheit, inmitten der Schlierseer Berge den Lichterglanz zwischen unseren historischen Gebäuden zu genießen. Tauchen Sie ein in die ganz besondere Atmosphäre im weihnachtlich geschmückten Dorf. Traditionelle Handwerker und zahlreiche Aussteller präsentieren kleine Meisterwerke ihrer Zunft. Da finden Sie bestimmt noch das ein oder andere Geschenk für Ihre Liebsten. Im ganzen Museumsdorf duftet es nach weihnachtlichen Köstlichkeiten und so wird der Besuch zum Erlebnis für alle Sinne, nicht zuletzt, wenn Sie sich am offenen Feuer aufwärmen können. Aber auch unser Wirtshaus ist für Sie geöffnet, hier empfehle ich Ihnen aber rechtzeitig zu reservieren. Ansonsten finden Sie auch im Außenbereich ein umfangreiches Angebot an feinen Speisen und Getränken, wie etwa Punsch oder hausgemachtem Glühwein. Wer sich für die vielfältigen Traditionen rund um die Heilige Nacht interessiert, dem lege ich unseren Weihnachtsgeschichten-Weg oder die offenen Führungen »Weihnachtsgschichtn« ans Herz. Denn zahlreiche Bräuche sind heute gar nicht mehr so geläufig und vielleicht entdecken Sie das ein oder andere für sich, was Sie in Ihre Weihnachtsrituale aufnehmen können. Möglichkeiten gibt es viele!
27.11.2025 13:58 Uhr
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Die Pferdesegnung findet an der Fischhauser Kapelle statt. (Foto: Markus Wasmeier)

Leonhardifahrt in Schliersee - Große Verehrung für den Heiligen

Ich habe Ihnen ja bereits letzte Woche berichtet, dass an diesem Wochenende die traditionelle Leonhardifahrt in Schliersee stattfindet. Der Heilige Leonhard gilt als Patron der Tiere und Pferde und ihm zu Ehren werden in zahlreichen Ortschaften Leonhardifahrten durchgeführt. Die Pferde, Kutschen und Wägen werden dabei prachtvoll geschmückt. Aber wie kam es eigentlich zu dieser besonderen Heiligenverehrung? Der Heilige Leonhard lebte im 6. Jahrhundert nach Christus im heutigen Frankreich und gehörte dem Adel an. Er entschied sich dann allerdings für ein Leben als Einsiedler und kümmerte sich um Gefangene, Kranke und Arme. Deshalb war er ursprünglich auch ein Schutzpatron der Gefangenen und wurde auf Bildern oder als Heiligenfigur stets mit Ketten dargestellt. Diese deutete man vermutlich im Lauf der Zeit um zu Viehketten und so wurde der Heilige Leonhard der Schutzpatron der Tiere und im Besonderen der Pferde. Das ist nicht verwunderlich, denn Pferde waren als Arbeitstiere äußerst wichtig und somit besonders wertvoll. Bei uns im Freilichtmuseum können Sie an Leonhardi dieser Tradition nachspüren. Und da mir neben der Tradition auch das Handwerk sehr am Herzen liegt, möchte ich Sie ermuntern, bei Ihrem Besuch doch einmal unsere Schmiedewerkstatt zu besichtigen. Denn wenn der Heilige Leonhard für den Segen von oben zuständig war, so war der Schmied für die Versorgung der Tiere im wahren Leben verantwortlich. Um die Pferdehufe zu schonen befestigten schon die Römer Leder- oder Bastsohlen mit Riemen an den Hufen. Die hielten aber nicht lang und gingen schnell kaputt. Umso revolutionärer war die Idee, eine Sohle aus Eisen direkt auf den Huf zu nageln. Das Hufeisen war erfunden und dem Schmied kam die wichtige Aufgabe zu, das Eisen passend für das jeweilige Pferd zu schmieden und es anschließend am Huf anzubringen. So wurde der Schmied zu einem sehr bedeutenden Handwerker für die Bauern und musste ein besonderes Geschick im Umgang mit den Tieren besitzen.
30.10.2025 12:14 Uhr
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Kunstvolle Drechselarbeiten. (Foto: Markus Wasmeier)

Historischer Handwerkermarkt – reger Handel am Kirtawochenende

Wann waren Sie zum letzten Mal auf einem Markt? Märkte sind in Bayern lebendige Tradition. Im 18. und 19. Jahrhundert waren Märkte und Dulten in Bayern wichtig für das wirtschaftliche aber auch das soziale Leben. Auf den Märkten wurde nicht nur gehandelt. Man traf sich, tauschte den neuesten Ratsch aus und je nach Größe des Marktes kamen dabei Menschen aus unterschiedlichen Regionen zusammen. Die Märkte waren für die Bauern eine Möglichkeit, Waren auszutauschen. Das waren meist landwirtschaftliche Erzeugnisse, Textilien oder Handwerksgüter. Zudem gab es auch Dinge, die die Bauern und Bäuerinnen neben der eigentlichen landwirtschaftlichen Arbeit fertigten. Etwa Schnitzereien oder Näharbeiten. Da man in dieser Zeit nicht beliebig weit reisen konnte und auch Transporte über weite Strecken schwierig waren, waren die Märkte für die Versorgung der Bevölkerung notwendig. Gerade auf dem Land war es oft die einzige Möglichkeit, überregionale Produkte zu kaufen. Bei diesen Märkten ging es nicht nur um den Warenaustausch, sondern sie waren auch ein beliebter Treffpunkt. Die Märkte fanden häufig an immer wiederkehrenden Terminen statt, wie etwa bei Wochenmärkten aber auch zu Anlässen, die oft mit religiösen Feiertagen und Festen zusammenfielen. So wie bei uns! Wir lassen an Kirchweih diese Tradition im altbayerischen Dorf beim historischen Handwerkermarkt wieder aufleben. Am 18. und 19. Oktober sind zahlreiche Aussteller im Freilichtmuseum zu Gast und bieten die Erzeugnisse alter Handwerkskünste an. Und nicht nur das, es wird auch vor Ort gearbeitet und Sie können den Handwerkern dabei über die Schulter schauen.
08.10.2025 15:52 Uhr
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Spielen wie vor 100 Jahren. (Foto: Wasmeier)

Kindertag im Museumsdorf – auf die Spiele, fertig, los!

In Schliersee findet zur Zeit gerade der Kulturherbst statt und wir sind wie jedes Jahr mit dabei. Und zwar mit dem Kinderkulturherbst. Am Sonntag, den 12. Oktober ist bei uns im Freilichtmuseum Kindertag und Kinder und Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr haben an diesem Tag freien Eintritt. Im altbayerischen Dorf lernen die Kinder dann kennen, wie sich ihre Altersgenossen vor 100 Jahren beschäftigten. Denn ausgeklügelte Spielsachen wie heute gab es natürlich nicht. Kinder wussten aber gut, wie man sich mit einfachen Mitteln beschäftigen kann. Zugegeben, der ein oder andere Lausbubenstreich war sicher auch dabei. Generell werden Sie aber sehen, dass die Kinder früher aus wenig Mitteln sehr viel Spiel gemacht haben. Zum Beispiel mit alten Radreifen, also den eisernen Ringen, die auf den Rädern der Kutschen und Wägen aufgezogen waren. Besaß man so einen eisernen Ring, konnte man ihn mit etwas Geschicklichkeit und einem kleine Stock vor sich hertreiben. Hatte man zwei, konnten die Kinder sogar kleinen Rennen veranstalten. Am Kindertag laden zwölf Station zum Spielen und Entdecken ein. Es gibt Geschicklichkeitsspiele, wie etwa das Baumstammkraxln oder das Stelzenlaufen. Stelzen waren ein beliebtes Spielgerät, dass leicht selbst hergestellt werden konnte, das es kein besonderes Material dazu brauchte. Natürlich waren aber die Höfe an sich schon kleine Abenteuerspielplätze für die Kinder, wenngleich sie gerade auf den Bauernhöfen oft wenig Zeit zum Spielen hatten, denn viele mussten bei der Arbeit auf dem Hof kräftig mithelfen. Welche Abenteuer in den alten Gebäuden stecken, können unsere jungen Besucher in unserem Kinderstadl beim Toben nachempfinden.
02.10.2025 14:28 Uhr
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Korndreschen im Takt. (Foto: Markus Wasmeier)

Korndrescher im Freilichtmuseum – hier trennt sich die Spreu vom Weizen

Ich habe Ihnen letzte Woche an dieser Stelle schon von den Korndreschern berichtet, die bei unserem Erntedankfest zu Gast im altbayerischen Dorf sind. Getreide war das Grundnahrungsmittel und dementsprechend wichtig war eine gute Ernte, die beim Erntedankfest groß gefeiert wurde. Nach der Ernte war die Arbeit aber noch nicht zu Ende, denn das Getreide musste nun erst gedroschen werden, um die Körner aus den Pflanzenhüllen herauszulösen. Die Arbeit des Dreschens war eine schwere körperliche Arbeit, denn reifes Getreide kann man nicht unbegrenzt auf dem Feld stehen lassen oder lagern. Deswegen musste das gesamte Getreide möglichst schnell gedroschen werden, sodass die Dreschtage meist früh begannen und spät endeten. Wie diese Arbeit aussah, davon können Sie sich am 5. Oktober bei uns im Freilichtmuseum ein Bild verschaffen. Aber nicht nur die Anstrengung war zu meistern, die Korndrescher mussten auch gut aufeinander abgestimmt sein, damit sie sich mit den Dreschflegln nicht in die Quere kamen oder gar verletzten. So spielt also auch Geschick und Rhythmus eine gewisse Rolle bei diesem Handwerk. War das Dreschen erledigt, mussten die Körner sauber von den Hüllen und Stielen der Getreidepflanzen getrennt werden. Dazu benutzte man Rechen und Siebe und auch den Wind nutze man, um leichte Bestandteile auszusondern. Daher kommt übrigens auch der Spruch »Hier trennt sich die Spreu vom Weizen«. Sie sehen schon, die Arbeit des Korndreschers war wichtig für die Nahrungsmittelversorgung, denn wie eingangs schon erwähnt war das Getreide als Grundlage für das Brot ein wichtiges Grundnahrungsmittel.
25.09.2025 15:15 Uhr
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