Veröffentlicht am 13.10.2026 18:21

„Der Totmacher”: Film über Fritz Haarmann zu sehen

Auf Verhörprotokollen aus dem Jahr 1924 basiert der Spielfilm „Der Totmacher”. Es geht um den Sexualverbrecher und Serienmörder Fritz Haarmann.  (Foto: Pantera Film)
Auf Verhörprotokollen aus dem Jahr 1924 basiert der Spielfilm „Der Totmacher”. Es geht um den Sexualverbrecher und Serienmörder Fritz Haarmann. (Foto: Pantera Film)
Auf Verhörprotokollen aus dem Jahr 1924 basiert der Spielfilm „Der Totmacher”. Es geht um den Sexualverbrecher und Serienmörder Fritz Haarmann. (Foto: Pantera Film)
Auf Verhörprotokollen aus dem Jahr 1924 basiert der Spielfilm „Der Totmacher”. Es geht um den Sexualverbrecher und Serienmörder Fritz Haarmann. (Foto: Pantera Film)
Auf Verhörprotokollen aus dem Jahr 1924 basiert der Spielfilm „Der Totmacher”. Es geht um den Sexualverbrecher und Serienmörder Fritz Haarmann. (Foto: Pantera Film)

Historische Verhörprotokolle von 1924 sind Grundlage des Films „Der Totmacher”, den Romuald Karmakar 1995 drehte. Eindringlich und im minimalistischen Stil zeigt er die Begegnung des Serienmörders Fritz Haarmann (gespielt von Goetz George) mit seinem Psychiater im Verhörraum. Das Werk ist am Sonntag, 18. Oktober, um 17 Uhr im Filmmuseum (St.-Jakobs-Platz 1) zu sehen. Die Münchner Psychologinnen Irmgard Nagel und Corinna Wernz stellen den Film vor und analysieren ihn anschließend gemeinsam mit dem Publikum. Er wird im Rahmen der Reihe „Film und Psychoanalyse” mit dem Fokus „Alles, was Recht ist” gezeigt und dauert 110 Minuten.

Haarmann als verstörende Figur gezeichnet

„Der Totmacher” gehört zu den eindringlichsten Kammerspielen des deutschen Kinos. In einem nahezu leeren Verhörraum begegnen sich der Serienmörder Fritz Haarmann und der Psychiater Ernst Schultze zu einem Gespräch, das weniger den Kriminalfall, als die Abgründe menschlichen Innenlebens offenbart. Auf Grundlage der authentischen historischen Verhörprotokolle des Falles von 1924 entfaltet Regisseur Romuald Karmakar einen »Dialog« über Schuld, Begehren, Gewalt und das Wissenwollen um die Abgründe der Persönlichkeit.
Haarmann erscheint weder als bloßes Monster noch als einfacher Krankheitsfall, sondern als verstörende Figur zwischen Verführungs- und Nähesehnsucht, zwischen Regression in Machtgelüste und einer aufscheinenden Selbstrechtfertigung. Götz George gelingt dabei – dramaturgisch sekundiert durch sein befragendes Gegenüber – eine sympathetische Darstellung des Sexualverbrechers, die die Zuschauer in einen Konflikt zwischen Faszination und Abwehr versetzt, zwischen befremdeter Nähe und angst- und ekelbeladener Distanz.

Hier gibt es Karten

Der Eintritt kostet 5 Euro beziehungsweise 3 Euro bei Mitgliedschaft im Förderverein MFZ. Karten sind im Vorverkauf online unter www.muenchner-stadtmuseum.de/film oder an der Abendkasse möglich, die 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn öffnet. Es gibt keine Reservierungen. Das Kino des Filmmuseums ist rollstuhlgerecht zugänglich und mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.

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