Einen Fördervertrag in Höhe von 50.000 Euro für Glasrestaurierungsmaßnahmen in der Kirche St. Johann Baptist hat Axel Hofstadt, Ortskurator München der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie GlücksSpirale an Pater Alfons Friedrich übergeben.
Die katholische Kirche, sozialer wie städtebaulicher Mittelpunkt Haidhausens, wurde zwischen 1852 und 1874 errichtet. Die neugotische Wandpfeilerkirche mit eingezogenem erhöhtem Chor, erhöhtem Westturm und Chorflankentürmen ist ein Backsteinbau. Mit einer Länge von 80 Metern und einer Breite von 35 Metern, der Gewölbescheitelhöhe von 25 Metern und der Turmhöhe von 91 Metern ist St. Johann Baptist der größte Kirchenbau im Münchner Osten. Bedeutendster Teil der Ausstattung seien die nach einheitlichem Programm gestalteten Glasgemälde von 1903 bis 1918 in Chor und Langhaus, teilt die DSD weiter mit.
Nach der Zerstörung im Jahr 1945 wurden die Lanzettbogenfenster des Langhauses vereinfacht aus Betonkunststein wieder hergestellt. In die rekonstruierten Lanzettbogenfenster sind die bauzeitlichen Buntglasfenster eingesetzt worden. An den Maßwerkfenstern wurden zahlreiche durch Spannungen verursachte Ab- und Ausbrüche sowohl innen- als auch außenseitig festgestellt. Die Verfugungen sind zu großen Teilen geschädigt. Es zeigen sich Flankenabrisse und teilweise bröcklig zermürbte Fugen. Die Fenstereinputzungen sind in großen Teilen geschädigt oder fehlen bereits.
St. Johann Baptist gehört damit zu den über 680 Denkmälern, die die in Bonn sitzende DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.