Zu einem neuen Filmgespräch lädt das Kulturzentrum Mohr-Villa, Situlistraße 75, für Mittwoch, 16. September, ein. Ab 18 Uhr geht es im Rosemarie-Hesse-Saal im Erdgeschoss um „Petra Kelly - Act Now!” aus dem Jahr 2024. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Es wird gebeten, sich drei bis vier Tage vorher unter Telefon 089 3243264 oder per E-Mail an die Adresse film@mohr-villa.org anzumelden. „Petra Kelly – Act Now!” wurde mit dem Filmpreis 2025 ausgezeichnet.
Petra Kelly war eine Kämpferin für den Frieden ohne Respekt vor Konventionen und eine Aktivistin für den Schutz der Umwelt, die ihrer Zeit weit voraus war. Sie glaubte daran, dass man als einzelner Mensch die Welt verändern kann. Auf dem Höhepunkt des Rüstungswettlaufs zwischen Ost und West zu Beginn der 1980er-Jahre brachte sie Hunderttausende auf die Straße, um gegen die Stationierung von Atomraketen auf westdeutschem Boden zu protestieren. Petra Kelly wurde nicht nur als Mitbegründerin der Grünen und als deren Star berühmt, sondern auch als eine Frau, die in der Lage war, eine neue, weltverändernde Politik zu begründen und es mit zwei Supermächten aufzunehmen. Die Rolle des Ex-Generals Gerd Bastian im Zusammenhang mit ihrem gewaltsamen Tod lässt Raum für Diskussionen.
Es gilt, mit „Petra Kelly – Act Now!” eine politische Aktivistin wiederzuentdecken, die in ihrem Kampf für Frauenrechte und Klimaschutz und ihrer internationalen Ausrichtung und Vernetzung eine Ausnahmeerscheinung war. Sie ist heute ein Vorbild für viele junge Menschen, die zur Rettung des Planeten ihr Recht auf bürgerschaftliches Engagement in Anspruch nehmen.
Bei den Filmgesprächen in der Mohr-Villa besprechen Margit Riedel und Sebastian Maile mit den Teilnehmern interessante Spiel- und Dokumentarfilme. Die Filme stammen oft – so auch dieses Mal – aus dem Fundus der Landesmediendienste Bayern.