Veröffentlicht am 10.09.2026 14:15

Käsetag im Freilichtmuseum – Erleben Sie das alte Käserhandwerk

Auf den Almen wurde die Milch durch das Kasen hatlbar gemacht. (Foto: Markus Wasmeier)
Auf den Almen wurde die Milch durch das Kasen hatlbar gemacht. (Foto: Markus Wasmeier)
Auf den Almen wurde die Milch durch das Kasen hatlbar gemacht. (Foto: Markus Wasmeier)
Auf den Almen wurde die Milch durch das Kasen hatlbar gemacht. (Foto: Markus Wasmeier)
Auf den Almen wurde die Milch durch das Kasen hatlbar gemacht. (Foto: Markus Wasmeier)

Am 20. September darf ich Sie ganz herzlich zu unserem »Kastag« ins altbayerische Dorf einladen. Bei uns wird an diesem Tage gebuttert, gekast und natürlich auch verkostet. Erleben Sie dieses uralte Handwerk hautnah und erfahren zusätzlich viel Wissenswertes über die Geschichte dieses besonderen Lebensmittels.

Käse gibt es vermutlich schon ab der Zeit, als der Mensch angefangen hat, Nutztiere zu halten. So dürfte im Nahen Osten schon etwa 7.000 v. Chr. Käse aus Schafs- oder Ziegenmilch hergestellt worden sein.

Und die Römer begannen dann bereits mit der Veredelung durch Reifen in Höhlen. Mit der Ausbreitung der Römer begann auch der Käse seine Reise durch Europa. Und hier waren es wie so oft die Klöster, die das Wissen niederschrieben und so für die Nachwelt bewahrten. Und in diesen Klosterhandschriften findet sich bereits im Mittelalter ein Hinweis auf spezielle Käsesorten der Alpenregion. Gegeben hat es ihn aber auch hier vermutlich schon in vorchristlicher Zeit. Für die Bauern, die Bergweiden auf den Almen nutzten, war das Käsen eine wichtige Möglichkeit, die Milch haltbar zu machen.

Das war dann oft einfacher Graukäse, doch mit der Zeit entwickelten sich sehr berühmte Käsesorten daraus, wie etwa der Emmentaler oder Appenzeller. Der Käse wurde länger gereift und durch besondere Methoden veredelt. Bekannt ist hier natürlich die Behandlung mit Schimmelpilzen, Salz und Kräutern oder auch nur das Lufttrocknen in einem bestimmten Klima.

Käse ist eine Spezialität

Und so wird aus einem einfachen Arme-Leute-Essen ein edles Produkt, für das man teilweise ganz schön tief in die Tasche greifen muss. Übrigens, von der ursprünglichen Schlichtheit und dem geringen Wert des einfachen Käses kommt vermutlich auch die Redewendung »So ein Kas!« um etwas Unsinniges oder Wertloses zu kommentieren.

Wenn der Käse mittlerweile auch als Spezialität auftaucht, der Ausspruch hat sich gehalten.

Neben dem Käse dreht es sich am Käsetag aber auch um ein weiteres Nahrungsmittel, das aus der Milch gewonnen wird, nämlich die Butter.

Früher musste zur Herstellung der Butter der abgeschöpfte Rahm in einem Butterfass auf- und abgestampft werden, was viel Zeit und Kraft kostete. Die Butter setzte sich in Klumpen ab und über blieb die Buttermilch, die ebenfalls ihre Liebhaber hat.

Die Butterklumpen mussten dann geknetet und in eine Holzform gepresst werden, der sogenannten Buttermodel. Diese Modeln hatten oft auch ein geschnitztes Motiv, das sich dann in der Butter abzeichnete. Sozusagen das Markenzeichen des Hofes.

Bei uns im Museumsdorf können Sie zuschauen, wie frische Butter entsteht und natürlich immer auch probieren.

Aber vom Probieren allein wird man nicht satt, darum darf ich Sie herzlich in unser altbayerisches Wirtshaus »Zum Wofen« mit seinem gemütlichen Biergarten einladen, in dem wir Sie mit bayerischen Schmankerln vom Feinsten verwöhnen. Und selbstverständlich ist auf unserem Brotzeitbrettl auch eine große Portion Käse und Butter zu finden. Zusammen mit unserem frisch gebackenen Brot und dem süffigen Museumsbier ist das ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Überzeugen Sie sich selbst – ich freue mich auf Ihren Besuch!

Ich freue mich auf Ihren Besuch!
Ihr Markus Wasmeier

north