Veröffentlicht am 27.08.2026 13:10

Lassen sich rücksichtslose Röhren-Radler „sensibilisieren”?

Neue Piktogramme in der Röhre: Trotz der Fahrradsymbole ist die Röhre ein Gehweg. Fußgänger haben hier immer Vorrang, Radler müssen für sie warten oder anhalten, wenn es nötig ist. (Foto: job)
Neue Piktogramme in der Röhre: Trotz der Fahrradsymbole ist die Röhre ein Gehweg. Fußgänger haben hier immer Vorrang, Radler müssen für sie warten oder anhalten, wenn es nötig ist. (Foto: job)
Neue Piktogramme in der Röhre: Trotz der Fahrradsymbole ist die Röhre ein Gehweg. Fußgänger haben hier immer Vorrang, Radler müssen für sie warten oder anhalten, wenn es nötig ist. (Foto: job)
Neue Piktogramme in der Röhre: Trotz der Fahrradsymbole ist die Röhre ein Gehweg. Fußgänger haben hier immer Vorrang, Radler müssen für sie warten oder anhalten, wenn es nötig ist. (Foto: job)
Neue Piktogramme in der Röhre: Trotz der Fahrradsymbole ist die Röhre ein Gehweg. Fußgänger haben hier immer Vorrang, Radler müssen für sie warten oder anhalten, wenn es nötig ist. (Foto: job)

Rechtlich ist es völlig klar: Die Laimer Röhre ist ein Gehweg. Deswegen ist sie auch als solcher ausgeschildert. Radlern steht die Benutzung zwar frei - trotzdem bleibt's ein Gehweg. Heißt: Fußgängerinnen und Fußgänger haben hier immer „Vorfahrt”; Radfahrer dürfen allenfalls mit Schrittgeschwindigkeit fahren und müssen warten, wenn sie sonst Fußgänger gefährden würden. Aber was nützen Schilder, wenn sich zu viele (Radler in der Röhre) nicht an die Regeln halten? Dann stellt man zusätzliche Schilder auf, die darauf hinweisen, dass man die schon vorhandenen Schilder beachten soll. Und wenn die Zusatzschilder auch nicht beachtet werden, dann stellt man ...

Das städt. Mobilitätsreferat hat nun (zusammen mit Baureferat, Polizei, behindertenbeirat und „Rundem Tisch Laimer Röhre”) einen neuerlichen Versuch unternommen, die beklagenswerte Situation in der Röhre sicherer zu machen. Wieder einmal sollen rasende Röhren-Radler „sensibilisiert” werden. In der Röhre, die Nymphenburg und Laim miteinander verbindet, kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Zu-Fuß-Gehenden und Mit-dem-Rad-Fahrenden. In der Regel ziehen die, die Vorrang haben und verletzlicher sind, den Kürzeren, werden von Sich-nicht-an-die-Regel-Radelnden beschimpft, bedrängt und mitunter auch angefahren und verletzt.
Der Platz ist begrenzt, die Verbindung viel genutzt, eine bauliche Trennung von Fußgängern und Radlern ist bis zur Fertigstellung der Umweltverbundröhre nicht machbar. Wohl bis Ende 2028 müssen Fußgänger zu schnelle und rücksichtslose Radlern ertragen.

Banner und Schilder, wo An- und Verstand reichten

Um gleichwohl schon jetzt eine Verbesserung der Situation vor Ort zu erreichen, wurden nun erste Maßnahmen zur „Sensibilisierung” (so das Mobilitätsreferat) der Röhrennutzer umgesetzt. An den Tunnelzugängen wurden der Schriftzug „Schrittgeschwindigkeit” und in der Röhre neue Fußgänger- und Fahrradpiktogrammen am Boden angebracht.

  • 25 und 40 bzw. 20 Meter vor der Röhre sollen Schilder Radlern ankündigen, dass ihr Radweg gleich zu Ende ist
  • zwei neongelbe „Schrittfahren”-Schilder werden an den Zufahrten zur Röhre aufgestellt
  • am Nord- und Südportal der Röhre wird die Aufforderung „Schrittfahren max. 5-7km/h“ angebracht
  • Banner, die auf die geltenden Regeln hinweisen, werden angebracht.

Zudem wird die Kampagne „Miteinander unterwegs mit Herz“ fortgesetzt, bei der eine Vor-Ort-Aktion im Herbst auf das Thema gegenseitige Rücksichtnahme aufmerksam machen wird. bereits im Juli wurden 125 mutmaßlich aufgegebene Fahrräder und ein Schrottrad aus der Röhre entfernt. Auch dies trägt zur Verbesserung der Situation bei, da damit ein geordnetes Abstellen von Fahrrädern gesichert wird. Die Stadtverwaltung sieht in diesen Maßnahmen einen wichtigen Schritt, Radfahrende zu sensibilisieren, mehr auf den Fußverkehr zu achten, um so eine bessere gegenseitige Rücksichtnahme zu erreichen.

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