Grünes Licht aus zwei Ministerien: Künftig wird es eine siebte staatliche Realschule in München geben. Kultusministerin Anna Stolz und Finanzminister Albert Füracker stimmten der Neugründung einer weiteren staatlichen Realschule im Stadtgebiet der Landeshauptstadt München zu.
Ausschlaggebend für die Entscheidung war der prognostizierte Bedarf an Realschulplätzen im Stadtgebiet (aktuell gibt es fünf staatliche Realschulen in der Landeshauptstadt). Die Neuerrichtung eines weiteren staatlichen Realschulstandortes im Münchner Süden werde dieser absehbar hohen Nachfrage gerecht und bringe den für die bestehenden Realschulen der Landeshauptstadt gewünschten Entlastungseffekt, so die Ministerien. Allerdings stößt der geplante Standort der neuen Realschule am Stadtrand an der Forstenrieder Allee auf erhebliche Kritik: Er sei zu abgelegen und nur schwer erreichbar.
Der Bayerische Realschullehrerverband (brlv) sieht in der Entscheidung einen erfreulichen und zukunftsweisenden Schritt für die Bildungslandschaft im Ballungsgebiet München. Die Neugründung zeigt: Die Schulart Realschule erfreue sich in Bayern seit Jahren eines ungebrochen hohen Zuspruchs. Eltern schätzen die Klarheit des Bildungskonzepts, die ausgeprägte Praxisorientierung und die vielfältigen Anschlussmöglichkeiten, die die Realschule ihren Schülerinnen und Schülern eröffnet. Besonders geschätzt werde zudem das hohe Engagement der Lehrkräfte, die ihre Schülerinnen und Schüler mit fachlicher Kompetenz, persönlicher Begleitung und individueller Förderung auf ihrem Bildungswegunterstützen.
„Mit der Neugründung einer siebten staatlichen Realschule reagiert der Freistaat Bayern vorausschauend auf den anhaltend hohen Bedarf an Realschulplätzen in der Landeshauptstadt. Die neue Schule wird dazu beitragen, die bestehenden Münchner Realschulen spürbar zu entlasten und auch künftig ein qualitativ hochwertiges Bildungsangebot für die Familien in der Region sicherzustellen. Eine sinnvolle und notwendige Investition in die Zukunft und ein klares Bekenntnis zur Stärke und Attraktivität der bayerischen Realschule”, so brlv-Vorsitzender Ulrich Babl.
Für Kultusministerin Anna Stolz ist die Entscheidung dennoch ein besonderer Grund zur Freude: „Unsere Realschulen sind eine zentrale Säule im bayerischen Schulsystem – die große Nachfrage zeigt, wie sehr diese Schulart von Schülerinnen, Schülern und Eltern geschätzt wird. Die neue staatliche Realschule wird die Bildungslandschaft in der Landeshauptstadt München bereichern, indem künftig mehr Kinder und Jugendliche ein wohnortnahes Bildungsangebot erhalten. Zugleich werden die bestehenden Realschulen von einer spürbaren Entlastung profitieren.“
„Mit der neuen staatlichen Realschule in München machen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um dem steigenden Bedarf an hochwertigen Bildungsangeboten direkt vor Ort gerecht zu werden. Damit stärken wir die Bildungsvielfalt in München und schaffen zusätzliche, wohnortnahe Schulplätze für junge Menschen. Besonders die Realschule verbindet praxisnahe Ausbildung mit einer fundierten Allgemeinbildung und eröffnet unseren Schülerinnen und Schülern vielfältige Zukunftsperspektiven. Investitionen in Bildung sind immer auch eine starke Investition in die Zukunft unseres Landes – rund ein Drittel des gesamten Haushaltsvolumens des Freistaats fließt deshalb in die Bildung“, betonte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.