Rund zwei Wochen vor dem Punktspielstart scheint es bei der SpVgg Unterhaching einen großen Knall gegeben zu haben: Sven Bender ist nun nicht mehr Cheftrainer des Fußball-Regionalligisten. Auch Co-Trainer Thomas Kasparetti wird den Verein verlassen.
Nach einem Gespräch Benders mit Präsident Manfred Schwabl „wurde deutlich, dass die unterschiedlichen Auffassungen über die zukünftige sportliche Ausrichtung und Zielsetzung des Vereins nicht mehr in Einklang zu bringen waren”, teilte die SpVgg am Mittwochabend mit: „Gemeinsam entschied man sich daher, den eingeschlagenen Weg künftig getrennt fortzusetzen.” Die Entscheidung und deren Kurzfristigkeit hätte den Verein überrascht, ergänzt Präsident Schwabl: „Jetzt werden wir versuchen, schnellstmöglich eine passende Lösung für diese Position zu finden.”
Der ehemalige deutsche Nationalspieler Sven Bender war im Frühjahr 2025 zum Cheftrainer der Münchner Vorstädter befördert worden. Auch nach dem Abstieg aus der 3. Liga blieb er der SpVgg treu und führte eine neu formierte Mannschaft in der Regionalliga Bayern 2025/26 auf den dritten Platz. Um eine Lizenz für die 3. Liga bewarb sich die SpVgg nicht. „Ich bin dem Verein sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, in Haching den nächsten Schritt in meiner Entwicklung als Trainer zu gehen”, wird Sven Bender in der Pressemitteilung zitiert: „Ich wünsche der Mannschaft und dem gesamten Verein für die Zukunft alles Gute und hoffe, dass die kommenden Herausforderungen erfolgreich gemeistert und die gesteckten Ziele erreicht werden.”
Ungeachtet der nun neu zu klärenden Trainerfrage könnte dem früheren Bundesligisten aus Unterhaching eine sportlich schwierige Saison bevorstehen: Einem guten Dutzend an Abgängen - darunter einige profi-erfahrene Spieler wie Simon Skarlatidis, Christoph Ehlich, Nils Ortel, Richard Meier oder Tim Hannemann - steht mit Alexander Beusch vom VfB Eichstätt bisher nur ein externer Neuzugang gegenüber. Zudem gibt es in der Regionalliga mit den Absteigern TSV 1860 München und 1. FC Schweinfurt 05 neue namhafte Konkurrenten. Die Wiederholung eines Spitzenplatzes scheint unrealistisch, allerdings hat der Verein ein „Übergangsjahr” ausgerufen.
Die Regionalliga Bayern startet am Donnerstag, 23. Juli, mit dem Eröffnungsspiel TSV Aubstadt gegen 1. FC Schweinfurt 05 in die Saison 2026/27. Zuvor steht am Wochenende, 18. und 19. Juli, noch die 1. Runde im BFV Toto-Pokal an, in der es zu einem Amateurverein geht. Wer dann auf der Hachinger Trainerbank sitzt, ist offen.