Das Filmmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, zeigt am Donnerstag, 12. Februar, um 19 Uhr den ersten professionell produzierten Spielfilm aus Grönland. „Nuummioq” handelt von dem Zimmermann Malik, der in Grönland ein unbeschwertes Leben inmitten seiner Freunde führt, als ihn eine medizinische Diagnose aus der Bahn wirft. Ein Bootsausflug wird zu einer existentiellen Begegnung mit sich selbst. Der Film ist in der dänisch-grönländischen Originalfassung mit englischen Untertiteln zu sehen. Der Eintrittspreis beträgt 5 Euro. Karten gibt es an der Abendkasse oder online unter der Adresse www.muenchner-stadtmuseum.de/sammlungen/filmmuseum/. Der Film wird im Rahmen der „Open Scene” gezeigt.
Malik hat die Wahl: Entweder geht er nach Dänemark, um sich behandeln zu lassen und ein paar Jahre länger zu leben, oder er bleibt in Grönland und verbringt dort seine letzten Lebensmonate. Malik beschließt, die Untersuchungsergebnisse für sich zu behalten und geht mit seinem Cousin auf einen Bootsausflug, der sie inmitten der Natur und der Naturgewalten zu Grenzerfahrungen führen wird. „Der Tod ist uns Grönländern sehr nahe, denn wir leben in einer extremen Natur, die jedes Jahr ihre Opfer fordert”, sagt der Produzent, Mikisoq H. Lynge. Auch wenn der Film kein Grönland-Imagefilm sein möchte, besticht er doch mit seinen großartigen Landschaftsbildern.
„Nuummioq” wurde unter schwierigen Bedingungen produziert, etwa ohne ein Anrecht auf dänische Filmförderung. Er feierte 2010 auf dem Sundance Film Festival Premiere. Hauptdarsteller Lars Rosing gewann in Palm Springs den FIPRESCI Preis als bester Hauptdarsteller.