Veröffentlicht am 05.08.2026 10:06

Straßennamen mit lokalen Persönlichkeiten

Wer künftig durch Freiham, Aubing oder Lochhausen spaziert, soll nicht nur Straßennamen lesen, sondern auch etwas über die Geschichte des Stadtteils erfahren. Mit einem Stadtratsantrag fordert die ÖDP im Münchner Rathaus, dass bei künftigen Straßenbenennungen im 22. Stadtbezirk bevorzugt Menschen berücksichtigt werden, die Aubing-Lochhausen-Langwied geprägt haben. Außerdem sollen Straßenschilder künftig durch kurze Erläuterungen oder QR-Codes ergänzt werden, die Informationen über die Namensgeberinnen und Namensgeber vermitteln.
Gerade im neuen Stadtteil Freiham entstehen in den kommenden Jahren zahlreiche neue Straßen. Für die ÖDP bietet sich damit eine einmalige Chance, die Geschichte des Münchner Westens sichtbar zu machen und den vielen neuen Bewohnerinnen und Bewohnern einen Bezug zu ihrer neuen Heimat zu geben.

Im öffentlichen Raum sichtbar bleiben

Nach Ansicht der Fraktion sind Straßennamen weit mehr als reine Orientierungshilfen. Sie erinnern an Menschen, die Verantwortung übernommen, Vereine aufgebaut, Kultur geschaffen oder den Stadtbezirk über Generationen hinweg geprägt haben. Diese Persönlichkeiten sollten im öffentlichen Raum sichtbar bleiben – nicht nur als Name auf einem Schild, sondern mit einer kurzen Erklärung oder einem QR-Code, der ihre Geschichte erzählt.
So könnten Straßenschilder zu kleinen Geschichtsstationen werden und dazu beitragen, dass Erinnerungskultur im Alltag erlebbar wird. Gerade in einem Stadtbezirk, der so schnell wächst wie Aubing-Lochhausen-Langwied, könne das Identität stiften und den Zusammenhalt stärken.
„Freiham wächst rasant. Tausende Menschen ziehen neu in den Münchner Westen. Umso wichtiger ist es, dass sie nicht nur eine neue Adresse bekommen, sondern auch ein Gefühl dafür entwickeln, was diesen Stadtbezirk ausmacht. Straßennamen können Geschichten erzählen. Sie erinnern an Menschen, die unsere Heimat geprägt haben. Wenn wir diese Geschichte sichtbar machen, stärken wir Identifikation, Zusammenhalt und die Verbundenheit mit dem Viertel”, so Johann Sauerer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

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