Veröffentlicht am 03.06.2026 08:15

Tag der Bienen im Freilichtmuseum – Die fleißigen Insekten faszinieren Groß und Klein

Das Bienenhaus am Rande des Museumsdorfes. (Foto: Markus Wasmeier)
Das Bienenhaus am Rande des Museumsdorfes. (Foto: Markus Wasmeier)
Das Bienenhaus am Rande des Museumsdorfes. (Foto: Markus Wasmeier)
Das Bienenhaus am Rande des Museumsdorfes. (Foto: Markus Wasmeier)
Das Bienenhaus am Rande des Museumsdorfes. (Foto: Markus Wasmeier)

er Frühsommer ist die Zeit der Bienen und überall summt und brummt es. Die gestreiften Insekten arbeiten momentan auf Hochtouren, geht es doch darum Vorräte zu sammeln und sich zu vermehren.
Deswegen ist es kein Zufall, dass wir nächstes Wochenende, also am 14. Juni den Tag der Bienen veranstalten. Alles dreht sich rund um die fleißigen Honigsammlerinnen und Sie können interessante Einblicke in das Leben dieser wichtigen Tiere gewinnen, zum Beispiel in unserem Bienenhaus.Das Bienenhaus ist in massiver Ständerbauweise errichtet, das ist in unserer Region wichtig, da es durch seine stabile Konstruktion auch hohen Schneelasten standhält und sogar gegen Bären einen Schutz bietet. Die Einflugöffnungen sind mit kunstvoller Bemalung verziert, was allerdings weniger den Bienen zur Orientierung als dem Imker zur Freude dient. Außerdem sollten die religiös motivierten Darstellungen Unheil von den Bienen abwenden.
Auf unserem Bienenlehrpfad erklären Schautafeln für Groß und Klein die Welt der Honigsammler.
Und das sind spannende Abläufe. Allein wie die Bienen miteinander kommunizieren ist sehr beeindruckend. Bekannt ist Ihnen vermutlich der Schwänzeltanz, den schon Karl von Frisch beobachtete. Aber wussten Sie, dass Bienen auf Blüten, die sie gerade abgeerntet haben einen Duftmarke hinterlassen, damit die Kolleginnen wissen, dass sie erst gar nicht darauf landen brauchen? Denn Start und Landung kosten viel Kraft, da hat die Evolution also eine sehr schlaue Lösung gefunden. Mit der Zeit verfliegt der Duft und gleichzeitig erholt sich der Nektarvorrat der Blüte. Faszinierend, oder?Ich spreche hier immer von Honigsammlerinnen, denn wirklich fleißig sind nur die weiblichen Bienen. Sie übernehmen alle Aufgaben, vom Bau des Stocks, über die Brutpflege bis hin zum Honigsammeln und der Verteidigung des Bienenstocks.

Es summt und brummt!

Die männlichen Bienen, die sogenannten Drohnen, haben keine weitere Aufgabe als einmal in ihrem Leben eine Jungkönigin zu begatten. Ansonsten lassen sie sich im Bienenstock von ihren Schwestern durchfüttern. Ja, denn alle Bienen haben sozusagen die selbe Mutter, nämlich eine einzige Bienenkönigin. Übrigens, ganz so paradiesisch wie sich das Leben der Drohnen anhört ist es dann auch wieder nicht. Denn ist die Paarungszeit vorbei, werden die noch lebenden Drohnen bei der sogenannten Drohenschlacht mit allen Mitteln aus dem Stock vertrieben und sterben.
Nur die Königin mit den Arbeiterinnen überwintert. Auch das ist eine effektive Methode der Natur, denn es würde überhaupt keinen Sinn machen, Drohen über denn Winter durchzufüttern, wenn die Paarungszeit doch im Wesentlichen im Mai und Juni ist.
Sie sehen, die Welt der Bienen hat viele Geheimnisse zu bieten. Für uns Menschen erfüllen sie in der Landwirtschaft die wichtige Aufgabe der Bestäubung, ohne die keine Früchte entstehen würden. Als Zusatzprodukt erzeugen sie nebenbei noch Honig und Wachs, das wir ebenfalls nutzen können. Den Honig unserer Museumsbienen gibt es übrigens nicht nur zum Probieren, sondern auch zum Mitnehmen in unserem Museumsladerl. Ich lade Sie herzlich ein, den Tag der Bienen mit uns zu erleben und einen Ausflug ins altbayerische Dorf zu unternehmen. In unserem Freilichtmuseum ist nicht nur der Tisch für die Honigbienen auf unseren Blumenwiesen reich gedeckt! Unsere Besucher werden nämlich im altbayerischen Wirtshaus „Zum Wofen“ mit allen kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt, die das Herz begehrt. Von der Weißwurst über den Braten bis hin zum frisch gebrauten Museumsbier oder Kaffee und Kuchen, sodass im übertragenen Sinne Milch und Honig fließen.

Ich freue mich auf Ihren Besuch!
Ihr Markus Wasmeier

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