Veröffentlicht am 01.07.2026 14:33

Tanz im altbayerischen Dorf –Volkstanztradition lebendig erleben

Auch die Blüten von Kräutern finden Verwendung. (Foto: Markus Wasmeier)
Auch die Blüten von Kräutern finden Verwendung. (Foto: Markus Wasmeier)
Auch die Blüten von Kräutern finden Verwendung. (Foto: Markus Wasmeier)
Auch die Blüten von Kräutern finden Verwendung. (Foto: Markus Wasmeier)
Auch die Blüten von Kräutern finden Verwendung. (Foto: Markus Wasmeier)

Das Tanzen ist eine sehr alte Ausdrucksform der Menschen. Schon in vorgeschichtlichen Höhlenmalereien kann man Tanzszenen entdecken, die wahrscheinlich religiösen und sozialen Riten dienten. Aber auch kriegerische Tänze könnten dort dargestellt sein. Was wir sicher wissen, dass im Mittelalter an den europäischen Höfen der Gesellschaftstanz modern wurde. Übrigens, etwa zur selben Zeit soll das Schuhplatteln das erste Mal erwähnt worden sein. Ein Mönch aus dem Kloster Tegernsee hat eine Art Ritterdichtung auf Latein verfasst, in der ein Tanz beschrieben wird, der dem Schuhplattler sehr nahe kommt. Der Dichter Karl Stieler behauptet wiederum, beim Schuhplatteln werde der Balztanz des Auerhahns nachgestellt. Sie sehen schon, die genaue Herkunft werden wir wohl nicht mehr klären können, es wäre aber sowieso falsch, den bayerischen Tanz nur auf das Schuhplatteln zu reduzieren. Denn es gibt Landler, Walzer, Zwiefachen und Polka und vieles mehr. Der Zwiefache ist übrigens sogar immaterielles Kulturerbe!Dann kommen noch Figurentänze und Paartänze hinzu. Die Tänze waren oft den höfischen Tänzen nachempfunden oder zumindest von ihnen beeinflusst.
Die Trachtenvereine waren es meist, die diese Kultur dann gepflegt und erhalten haben, sodass noch heute der bayerische Tanz eine sehr lebendige Tradition ist und bei vielen Festen ein wichtiger Bestandteil ist. Darum freue ich mich schon, Sie zum Tag des bayerischen Tanzes am 12. Juli zu uns ins Freilichtmuseum einladen zu dürfen. Unter Anleitung der erfahrenen Tanzleiter werden wieder bayerische Tänze gelernt und auch gleich geübt. Begleitet werden die Tänzer von Wolfgang Grünbauer und den Oktoberfestmusikanten und der Oberlauser Tanzlmusi.

Der Zwiefache ist immaterielles Weltkulturerbe

Ein Trachtenverein bereichert das Programm mit Tänzen und Schuhplattlern. Natürlich gibt es zwischendurch immer die Gelegenheit, auch ohne Anleitung ausgiebig zu tanzen und zu schwofen, so dass auch den Geübten und Könnern nicht langweilig wird.
Und wer dann ganz außer Atem ist von der vielen Bewegung, der kann im Biergarten vor unserem altbayerischen Wirtshaus „Zum Wofen“ verschnaufen und sich eine kleine Stärkung und Erfrischung gönnen. Denn ganz egal ob Sie Anfänger oder Fortgeschrittener sind, Sie entscheiden, wie viel Sie mittanzen und wo Sie lieber zuschauen. Lassen Sie sich mitreißen von den Tanzgruppen und erleben Sie diese wunderschöne Tradition inmitten der Schlierseer Berge und den blühenden Wiesen um das Museumsdorf. Apropos blühen: Dieses Wochenende am 4. und 5. Juli finden unsere Bauerngartentage statt und auch darauf darf ich Sie gern noch einmal aufmerksam machen. Erfahren Sie bei den Bauerngartentagen, was sich unter den teilweise so unscheinbaren Gewächsen für Raritäten verstecken. Haben Sie schon mal etwas von Hafer- und Schinkenwurzeln gehört?Daneben lernen Sie einiges über die Wirkungsweise von Kräutern kennen und gerne können Sie unseren „Kräuterfrauen“ all Ihre Fragen rund um den Bauerngarten und seine Gewächse stellen.
Wenn sie sich jetzt nicht entscheiden können, ob Sie lieber zum bayerischen Tanz oder den Bauerngartentagen einen Ausflug an den Schliersee planen, dann kommen Sie doch ganz einfach an beiden Wochenenden.

Ich freue mich auf Ihren Besuch!
Ihr Markus Wasmeier

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