Die Stadt München vergibt 2027 erstmals einen Inklusionspreis. Bewerben können sich Vereine, Verbände, Zusammenschlüsse von Menschen mit Behinderungen, Initiativen und Einrichtungen der Behindertenhilfe, außerdem die Privatwirtschaft und Behörden. Ausgezeichnet werden Münchner Projekte für konkrete Verbesserungen, die über das gesetzlich Geforderte hinausgehen. Berücksichtigt werden soll auch Artikel 8 (Bewusstseinsbildung) der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK). Der Preis soll Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen einbeziehen.
„Inklusion verbessert das Leben aller Münchner*innen. Deshalb würdigen wir mit unserem neuen Preis vorbildhafte Projekte, die vorangehen und unsere Stadt gerechter machen. Der Preis schafft Aufmerksamkeit, baut Vorurteile ab und rückt die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen in den Mittelpunkt. Die Idee dazu haben wir im Dritten Aktionsplan gemeinsam mit dem Behindertenbeirat entwickelt”, erklärt Bürgermeisterin Verena Dietl.
Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben. Zum einen für ein inklusives Projekt, das bereits durchgeführt wird, zum anderen für eine gute inklusive Projektidee. Das Preisgeld beträgt für alle Preisträger zusammen maximal 10.000 Euro.
Das Koordinierungsbüro zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) beim Sozialreferat organisiert den Preis in enger Abstimmung mit dem Behindertenbeirat. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury. Die Mitglieder der Jury werden vom Stadtrat und vom Behindertenbeirat berufen.