Wenn Farbe ausdrückt, was Worte nicht sagen können

Kraftvolle Pinselstriche prägen die Werke. (Foto: Laurin Pascal / Kurt Liebhäuser)
Kraftvolle Pinselstriche prägen die Werke. (Foto: Laurin Pascal / Kurt Liebhäuser)
Kraftvolle Pinselstriche prägen die Werke. (Foto: Laurin Pascal / Kurt Liebhäuser)
Kraftvolle Pinselstriche prägen die Werke. (Foto: Laurin Pascal / Kurt Liebhäuser)
Kraftvolle Pinselstriche prägen die Werke. (Foto: Laurin Pascal / Kurt Liebhäuser)

Kraftvolle Farben, persönliche Ausdrucksformen und die Frage, was wir eigentlich als „normal“ empfinden: Am Samstag, 5. September, lädt die Ausstellung „Im Sturm der Gefühle“ ins Café „im Dazwischen“ (Ganghoferstraße 47) ein. Ab 15 Uhr zeigt dieser Kulturraum im Freien Bilder des 19-jährigen Laurin Pascal. Ab 19 Uhr begleitet die Band Pauseroni den Abend mit einem Live-Konzert zwischen Elektropop, Hip-Hop und Reggae. Die Vernissage endet gegen 21 Uhr, der Eintritt ist frei.

Besonderer Weg

Laurin ist Autist und kommuniziert auf seine ganz eigene Weise. Sprache sowie Lesen und Schreiben sind für ihn mit Herausforderungen verbunden. Einen besonderen Weg, sich auszudrücken, hat er in der Malerei gefunden. Nach einer Krebserkrankung begann er zu malen und seinen Gefühlen auf diese Weise Raum zu geben. Seine abstrakten Bilder entstehen überwiegend mit Acrylfarben auf Leinwand oder Papier. Leuchtende Farbkombinationen und kraftvoll, teils dick aufgetragene Pinselstriche prägen die Werke und verleihen jedem Bild eine eigene Stimmung.

Was ist „normal”?

Das Kulturcafé „im Dazwischen“ ermöglicht nun, seine Bilder zum ersten Mal der Öffentlichkeit zu zeigen. Die Ausstellung möchte Laurin und seine Fähigkeiten in den Mittelpunkt stellen – und zugleich dazu anregen, über gesellschaftliche Vorstellungen von Normalität, Behinderung und Zugehörigkeit nachzudenken. Denn Barrieren entstehen nicht nur durch unterschiedliche Voraussetzungen, sondern oftmals durch Berührungsängste und Erwartungen darüber, was Menschen können oder wie sie sein sollten.
„Kunst kann unsere Vorstellungen davon, was ‚normal‘ ist, verschieben und einen Anstoß geben, aufeinander zuzugehen. Mit der Ausstellung wünschen wir uns einen Raum für Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung – und allen dazwischen“, sagt Kerstin, Mutter von Laurin und Mitorganisatorin der Ausstellung.

Musikalisches „Dazwischen”

Beim abendlichen Live-Konzert setzt sich der Gedanke des Dazwischen fort: Pauseroni verbindet groovige Elektro-Beats mit Live-Gitarre und Gesang. Musikalisch bewegt sich die Band zwischen Elektropop, Hip-Hop und Reggae und ergänzt ihr Programm immer wieder um Spoken-Word-Poesie oder akustische Gitarrenstücke. Eingängige Melodien tragen die persönlichen wie auch gesellschaftskritischen Texte.

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