Bis Anfang Oktober: Sonderausstellung „Textilhandwerk im frühen Mittelalter”

Textilfunde sind in der Archäologie recht selten. Überreste finden sich zum Beispiel an Fibeln. (Foto: AschheiMuseum)
Textilfunde sind in der Archäologie recht selten. Überreste finden sich zum Beispiel an Fibeln. (Foto: AschheiMuseum)
Textilfunde sind in der Archäologie recht selten. Überreste finden sich zum Beispiel an Fibeln. (Foto: AschheiMuseum)
Textilfunde sind in der Archäologie recht selten. Überreste finden sich zum Beispiel an Fibeln. (Foto: AschheiMuseum)
Textilfunde sind in der Archäologie recht selten. Überreste finden sich zum Beispiel an Fibeln. (Foto: AschheiMuseum)

„Textilhandwerk im frühen Mittelalter” - zu diesem Thema präsentieren das AschheiMuseum und der Bajuwarenhof Kirchheim in einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe Geschichte zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren.

Im AschheiMuseum (Münchner Straße 8) läuft bis Sonntag, 4. Oktober, eine Sonderausstellung, die zu den üblichen Öffnungszeiten (in den Sommerferien montags und mittwochs von 16 bis 19 Uhr sowie donnerstags von 10 bis 13 Uhr) besichtigt werden kann. Dabei werden Funde mit textilen Resten aus der Vorgeschichte, aber vor allem aus dem frühen Mittelalter (etwa 6. bis 8. Jahrhundert) als Zeugnisse von Kleidung und Stoffen unterschiedlicher Art in den Fokus gerückt. Oft sind es unscheinbare, kleine Reste, die eine weite Welt an komplexem Handwerk eröffnen - und zeigen, dass die Menschen damals keineswegs nur in Sack und Asche herumliefen. In der AschheiMuseums-App ist eine Führung zur Sonderausstellung abrufbar.

Kostenloser Vortrag zu hören

Zum Rahmenprogramm gehören auch mehrere Vorträge. Am Mittwoch, 23. September, beschäftigt sich die Kulturwissenschaftlerin Simone Egger mit der Frage, was die Kleidung über eine Gesellschaft aussagen kann. Der Vortrag ist ab 18 Uhr im Kulturellen Gebäude Aschheim (Münchner Straße 8) zu hören. Der Eintritt ist frei.

Workshops und Vorführungen, wie im frühen Mittelalter Textilien entstanden sind, bietet das Freilichtmuseum Bajuwarenhof Kirchheim (Bajuwarenstraße 11) an. Die Bandbreite an Textilien war schon damals groß - sie reichte von einfacher Alltagskleidung, die die meisten Menschen selbst anfertigten, bis zu kompliziert gemusterten oder sogar mit Gold verzierten Gewändern, die vermutlich aus der Hand von Spezialisten stammten. Vorführungen gibt es zu den Themen „Schöne Stoffe und bunte Bänder: Die Kunst des Webens” (16. August) sowie „Kleidung in Aktion: Hofbelebung” (5. und 6. September). Der Bajuwarenhof hat bis Ende Oktober immer sonntags von 11 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Brettchenweben wie die Bajuwaren

Am Samstag, 19. September, von 9 bis 17 Uhr können Interessierte im Meilerhaus Heimstetten (Hauptstraße 7) sogar mit dem Brettchen weben wie einst die alten Bajuwaren. Während diese Webtechnik hierzulande fast vergessen ist, wird sie in Skandinavien bis heute ausgeübt. Für den kostenpflichtigen Workshop (80 Euro pro Person inklusive Übungsmaterial) ist eine Anmeldung unter www.bajuwarenhof.de erforderlich - dort findet man auch das gesamte Programm der Reihe „Textilhandwerk im frühen Mittelalter”.

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