Veröffentlicht am 13.05.2026 14:24

Wichtiger Baustein für Wärmewende

Mit 50 Metern Höhe und rund 40 Metern Durchmesser hat der Wärmespeicher ein Brutto-Fassungsvermögen von rund 57.000 Kubikmetern Fernwärmewasser.  (Foto: SWM)
Mit 50 Metern Höhe und rund 40 Metern Durchmesser hat der Wärmespeicher ein Brutto-Fassungsvermögen von rund 57.000 Kubikmetern Fernwärmewasser. (Foto: SWM)
Mit 50 Metern Höhe und rund 40 Metern Durchmesser hat der Wärmespeicher ein Brutto-Fassungsvermögen von rund 57.000 Kubikmetern Fernwärmewasser. (Foto: SWM)
Mit 50 Metern Höhe und rund 40 Metern Durchmesser hat der Wärmespeicher ein Brutto-Fassungsvermögen von rund 57.000 Kubikmetern Fernwärmewasser. (Foto: SWM)
Mit 50 Metern Höhe und rund 40 Metern Durchmesser hat der Wärmespeicher ein Brutto-Fassungsvermögen von rund 57.000 Kubikmetern Fernwärmewasser. (Foto: SWM)

Zweieinhalb Jahre nach Baubeginn haben die Stadtwerke München ihren Wärmespeicher am Energiestandort Süd in Betrieb genommen. Während des Probebetriebs wird die Anlage weiter optimiert. Sie ist bereits mit den Fernwärmenetzen Innenstadt und Perlach verbunden. Die Inbetriebsetzung des Anschlusses für das Netz Sendling wird vorbereitet. Mit 50 Metern Höhe und rund 40 Metern Durchmesser hat der Wärmespeicher ein Brutto-Fassungsvermögen von rund 57.000 Kubikmetern Fernwärmewasser.

Überschüssige Wärme speichern

Der Wärmespeicher ist ein wichtiger Baustein der SWM bei der erfolgreichen Umsetzung der Wärmewende. Mit ihm lassen sich die Energieerzeugungsanlagen am Standort Süd flexibilisieren: Die Strom- und Wärmeerzeugung im HKW Süd können durch ihn effizienter entkoppelt werden. Wird viel Strom benötigt, aber wenig Wärme, kann die überschüssige Wärme gespeichert werden. Wird dagegen wenig Strom aus dem Kraftwerk benötigt – zum Beispiel, weil viel Strom aus erneuerbaren Energiequellen im Netz ist – und die Produktion gedrosselt, wird auch weniger Wärme erzeugt. Dann kann auf die Wärme im Speicher zurückgegriffen werden. Perspektivisch kann der Speicher auch die Wärme aus der Geothermieanlage in lastschwachen Zeiten zwischenspeichern und bei hoher Wärmenachfrage wieder abgeben. All das schafft mehr Effizienz im Gesamtsystem und stärkt die Versorgungssicherheit der Stadt.

Wandel des traditionsreichen Energiestandorts

Der Energiestandort Süd steht wie kein anderer für den Wandel von der alten zur neuen Energiewelt: Seit 1899 wird hier Strom für die Stadt erzeugt. Nach Phasen mit Kohle- und Müllver­brennung ist seit einem Vierteljahrhundert die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf Erdgasbasis Stand der Technik.
Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien: Auf der Nordseite des Energiestandorts arbeitet Deutschlands größte Geothermieanlage, die Ökowärme für rund 80.000 Menschen liefern kann. Eine Fernkältezentrale wird zukünftig klimafreundliche Fernkälte in die Innenstadt liefern, um die dort wachsende Nachfrage zu bedienen. Im HKW Süd selbst könnte durch den Einsatz modernster Technik künftig anteilig Biomethan oder Wasserstoff zum Einsatz kommen.

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