Bereits zum 16. Mal organisierte Ali Djobo Agoro vom Verein der Togoer in Freising (A.T.F.) das Afrika-Fest in der Luitpold-Anlage. Gemeinsam mit seiner Tochter Shakira und in Kooperation mit Afrolink hat er auch in diesem Jahr wieder ein tolles Festival auf die Beine gestellt. Freising und Umgebung ist die Heimat von 149 Nationen, darunter viele afrikanischer Herkunft - und viele von ihnen kamen gemeinsam mit den Freisingern, um Live-Musik, DJs, Tanzvorführungen und Akrobatik, Trommelgruppen und eine afrikanische Modenschau zu bewundern. Dazu gab’s das traditionelle Afrolink-Fußballturnier mit afrikanischen Kickern aus Freising und Umgebung, die den gesamten Kontinent repräsentierten. Und natürlich gab’s afrikanisches Essen, Kunst und Handwerk vom schwarzen Kontinent sowie einen „Hairstyle Corner“.
„Leider ist es zu heiß, so dass am Tag nur recht wenige Leute kommen – aber am Abend geht’s so richtig los“, sagte Ali. Tochter Skahirka ergänzt, dass es mit einigen Künstlern Probleme mit deren Visa gegeben habe, „aber wir haben das schnell umorganisiert und trotzdem ein tolles Programm.“ Das konnte sich wahrlich sehen lassen: „Africulture – Bob Ley“ aus Guinea vereint traditionelle afrikanische Musik mit modernen Einflüssen, er heizte am Freitag ebenso ein wie „Laye Mansa“ aus dem Senegal, der afrikanische Elemente mit Pop, Rock und Jazz mischt. Am Samstag ging’s los mit der Samba-Tanzgruppe „Todentro“, gefolgt von der „Umoja Groove Band“ mit Afro-Disco-Funk aus Tansania.
Am Abend dann der umjubelte Auftritt der Münchner Tanzformation „AfroNovas“. Mit ihrer dynamischen und energiegeladenen Performance afrikanischer Tänze konnten die zwölf Mädchen in Fußball-Trikots afrikanischer Teams völlig begeistern. „IceBoy“ machte das zahlreiche Publikum vor dem Public-Viewing von der Fußball-WM so richtig heiß. Am Sonntag eröffnete die Trommelgruppe „Pamaja“ aus dem Kongo, es folgte die „Black Maisha Band“ aus Tansania, eine tolle Modenschau von Majid de Stylist und zum Abschluss die „Osumare“ Live-Band aus Nigeria mit einer Mischung aus karibischer Musik, Reggae und Calypso.
Neben der Kultur bot das Afrika-Fest einen vielfältigen Streetfood-Markt mit Spezialitäten aus verschiedenen Regionen Afrikas: von der gegrillten Kochbanane über „Abdul’s Special Wraps“ mit zahlreichen Füllungen mit und ohne Fleisch, Falafel, Fufu rot oder weiß, äthiopischen Spezialitäten, togoischen Leckereien, gefüllte Chapati aus Kenia und natürlich viel vegetarische Linsen-, Bohnen- und Reisgerichte. Viel afrikanisches Kunsthandwerk wurde zudem präsentiert: Tücher, Hemden, Taschen, Schuhe, Röcke, Schmuck – und wer wollte, der konnte sich bei Ghigi, Genevieve und Jay afrikanische Zöpfchen oder Dreadlocks formen lassen.