Das Filmmuseum am St.-Jakobs-Platz 1 zeigt bis zum Samstag, 30. Mai, eine große Retrospektive zu der französischen Autorenfilmerin Agnès Varda. Die Reihe beginnt mit ihrem letzten Film „Varda par Agnès“, einer Art künstlerischem Testament, und folgt dann ihrem Filmschaffen überwiegend chronologisch. In insgesamt 28 Programmen werden Vardas Kurz-, Dokumentar- und Spielfilme sowie drei Filme ihres Mannes, Jacques Demy, gezeigt. Alle Filme laufen in der französischen Originalfassung mit deutschen oder englischen Untertiteln.
Der Eintritt ins Filmmuseum kostet 5 Euro beziehungsweise 3 Euro bei Mitgliedschaft im Förderverein MFZ. Bei Filmen mit Überlänge wird ein Aufschlag verlangt. Der Kartenvorverkauf ist sieben Tage im Voraus online unter der Adresse deu01.kinotickets.express/muenchen-filmmuseum/movies möglich. Auch an der Abendkasse, die 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn öffnet, kann man Tickets kaufen. Es gibt keine Reservierungen. Das Kino des Filmmuseums ist rollstuhlgerecht zugänglich und mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.
Spielfilmregisseurin, Dokumentaristin, Installationskünstlerin und Filmtheoretikerin: Agnès Varda (1928 bis 2019) ist eine der großen Künstlerpersönlichkeiten der Filmgeschichte. Ihr Werk umspannt sieben Jahrzehnte. Im Februar 2019, kurz vor ihrem Tod, erhielt sie die Berlinale Kamera als Auszeichnung für ihr filmisches Schaffen. Varda gehörte, unter anderem zusammen mit Jean-Luc Godard und François Truffaut, im weitesten Sinne zur Nouvelle Vague. Sie stand als einzige filmende Frau mit Mut zum Experiment jedoch nie im Zentrum der Gruppierung. Ihr Kino ist offen und erfinderisch, oft autobiografisch und changiert stets zwischen Formen, Formaten und Gattungen.
In der Retrospektive sind sowohl Vardas Spielfilme wie „Cleo – Mittwoch zwischen 5 und 7“, ein Klassiker des modernen Kinos (Dienstag, 10. März, 21.00 Uhr und Freitag, 13. März, 18.00 Uhr), und „Vogelfrei“ mit Sandrine Bonnaire (Freitag, 17. April, 18.00 Uhr und Dienstag, 21. April, 21.00 Uhr) zu sehen als auch selbstreflexive dokumentarisch-experimentelle Werke wie „Die Sammler und die Sammlerin“ (Samstag, 2. Mai, 18.00 Uhr und Dienstag, 5. Mai, 21.00 Uhr), bei dem sie erstmals digital filmte. Den Abschluss der Retrospektive bildet das berührende Werk „Visages villages”, bei dem Agnès Varda mit dem Street Art-Künstler J.R. zusammengearbeitet hat. Dieser Film wird am Mittwoch, 27. Mai, um 21.00 Uhr und an Vardas Geburtstag, Samstag, 30. Mai, um 18.00 Uhr, gezeigt. Infos zu allen Filmen und sämtliche Termine der Reihe finden sich unter www.muenchner-stadtmuseum.de/sammlungen/filmmuseum/filmreihen/agnes-varda.