Veröffentlicht am 02.11.2026 15:37

Aktionswochen gegen Gewalt an Frauen, Mädchen, Jungen und nonbinären Menschen

Die Rote Bank gilt seit 2016 als Symbol gegen häusliche Gewalt. Darum geht es derzeit in den Aktionswochen bis 29. November in München. (Foto: hw)
Die Rote Bank gilt seit 2016 als Symbol gegen häusliche Gewalt. Darum geht es derzeit in den Aktionswochen bis 29. November in München. (Foto: hw)
Die Rote Bank gilt seit 2016 als Symbol gegen häusliche Gewalt. Darum geht es derzeit in den Aktionswochen bis 29. November in München. (Foto: hw)
Die Rote Bank gilt seit 2016 als Symbol gegen häusliche Gewalt. Darum geht es derzeit in den Aktionswochen bis 29. November in München. (Foto: hw)
Die Rote Bank gilt seit 2016 als Symbol gegen häusliche Gewalt. Darum geht es derzeit in den Aktionswochen bis 29. November in München. (Foto: hw)

Seit dem 1. November finden die Münchner Aktionswochen gegen Gewalt an Frauen, Mädchen, Jungen und nonbinären Menschen statt. Die Aktionswochen wurden initiiert anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November. Die aktuellen Zahlen zeigen, wie nötig diese Aktionswochen immer noch sind. Jede vierte Frau in Deutschland erlebt Gewalt durch den aktuellen/früheren Partner. 58 Prozent der Frauen in Deutschland erleiden sexuelle Belästigung. Fast jeden Tag wird eine Frau in Deutschland von ihrem (Ex-)Partner ermordet. (Polizeiliche Kriminalstatistik - PKS ). Insgesamt wurden in der PKS zum Jahr 2024 328 Mädchen und Frauen als Opfer vollendeter Tötungsdelikte erfasst (-8,9 Prozent, 2023: 360).
Beim Polizeipräsidium München wurden 2025 4.176 Fälle „Häuslicher Gewalt” (Partnerschaftsgewalt + 1.338 Fälle von innerfamiliäre Gewalt) registriert. Es kam im Bereich „Häusliche Gewalt „ zu zehn Tötungsdelikten, hiervon zwei vollendet. 2025 wurden beim Amtsgericht München durch zivilrechtliche Schutzanordnungen nach dem Gewaltschutzgesetz 757 Täter wegen häuslicher Gewalt der Wohnung verwiesen und/oder mit einem Kontaktverbot belegt. Und das sind nur die Zahlen, bei denen die Frauen den Mut gefasst haben, sich zu wehren und sich Hilfe zu holen. Die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher.

Für ein wichtiges Thema sensibilisieren

Schirmpatin der Aktionswochen ist die Dritte Bürgermeisterin, Verena Dietl. Organisiert und durchgeführt werden sie von einem breiten Aktionsbündnis von 53 beteiligten Organisationen in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle für Frauen der Landeshauptstadt München, darunter Hilfsorganisationen für Frauen, Mädchen und Jungen und queren Menschen bei Gewalt, wie Frauenhäuser und Frauennotruf, Frauen- und Mädchenprojekte, Netzwerke, Verbände, die Katholische Stiftungshochschule, die ZONTA Clubs und Soroptimisten sowie städtische Dienststellen und die Interventionsstelle vom Landkreis München.
Zur zentralen Veranstaltung anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen laden die Gleichstellungsstelle für Frauen der Stadt München, die Katholische Stiftungshochschule und der Verein ›Frauen helfen Frauen e.V. München‹ bereits für Montag, 23. November, um 18 Uhr zu einer Veranstaltung ins Rathaus ein. Thema des Abends: „Über meinen Körper entscheide ich selbst?! Wie Ableismus und Sexismus geschlechtsspezifische Gewalt begünstigen”, geboten werden hier Vorträge mit einer anschließenden Podiumsdiskussion. Eine Anmeldung ist unter der E-Mail: gst@muenchen.de erforderlich. Das Veranstaltungsprogramm der Münchner Aktionswochen kann kostenlos abgeholt werden in der Stadtinformation oder man findet es im Internet unter www.muenchen.de/frauengleichstellung.

Mitmachen, zuhören, informieren

Einige der fast 70 Veranstaltungen findet man hier, die gesamte Palette gibt es unter: www.muenchen.de/frauengleichstellung.
Zu „IchLaufMit – gegen Gewalt!” wird am Sonntag, 14. November, ab 11 Uhr im Sportpark Haar im Höglweg 3 eingeladen. Mit der Laufveranstaltung soll aktiv ein Zeichen gegen Gewalt gesetzt werden. Es finden Bambini- und Kinderläufe, sowie ein offiziell vermessener 5km und 10km Hauptlauf statt.
Die Überschüsse aus den Teilnahmegebühren werden wieder einem guten Zweck gespendet. Der Lauf startet im Sportpark Haar, die Anmeldung kostet 30 Euro.
Am Dienstag, 17. November, von 9.00 bis 11.00 Uhr wird in der Chiemgaustr. 109 (5. Stock) in der ILM (Interventionsstelle Landkreis München) zum Thema: „Hochstrittigkeit oder häusliche Gewalt?” referiert. Die fachlich konkrete Einordnung familiärer Konflikt- und Gewaltdynamiken ist Voraussetzung für wirksame Unterstützung und Schutz: Praxisrelevantes Wissen zur Einschätzung, Wege für einen angemessenen professionellen Umgang. Eine Anmeldung ist unter der E-Mail: interventionsstelle@lra-m-bayern.de nötig.

Am Donnerstag, 19. November, kann man unter „Mein Visionboard 2027 –Meine Visionen, meine Stärken, mein Weg” an einem Gruppenangebot von 16 bis 19 Uhr teilnehmen. Es findet statt am Thomas-Wimmer-Ring. 9 in München. Hierbei handelt es sich um ein Gruppenangebot - die Frauen gestalten mit anderen betroffenen Frauen ihre individuelle Zukunftscollage aus Bildern, Texten, Zitaten und Symbolen, die als Motivationsquelle dient und ihnen hilft, Perspektiven für 2027 zu visualisieren. Gedacht ist das Angebot für Frauen ab 17 Jahren, die sexuelle Gewalt erlebt haben. Eine Anmeldung ist erforderlich unter der E-Mail: beratung@wildwasser-muenchen.de Der Unkostenbeitrag beläuft sich auf 5 Euro. Mehr unter ww.wildwasser-muenchen.de.

Spannend auch das Angebot: Was tun bei Gewalt in Trennung und Scheidung?, das am 19. November um 19.00 Uhr online stattfindet. Hierbei handelt es sich um einen Infoabend mit Rechtsanwältin Silke Reichert. Hier erfährt man wie Frauen sich schützen können und welche Anlaufstellen es in München gibt. Eine Anmeldung ist unter der E-Mail: zirngibl@siaf.de bis 18. November nötig.

Am Donnerstag, 26. November, wird der Vortrag: „Mit Kindern über häusliche Gewalt sprechen– sensibel, altersgerecht und stärkend” von 14 bis 16 Uhr angeboten. Er findet statt in der Chiemgaustr. 109 im 5. Stock. Der Vortrag ist gedacht für Fachkräfte, die mit Kindern arbeiten. Um Anmeldung wird gebeten unter der E-Mail: interventionsstelle@lra-m.bayern.de

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