Veröffentlicht am 02.11.2026 09:58

Der Eisvogel ist das Wildtier des Monats

Mit seinem leuchtend blauen Gefieder und der orangefarbenen Brust zählt der Eisvogel zu den schönsten heimischen Vögeln. (Foto: Jacek Koppe)
Mit seinem leuchtend blauen Gefieder und der orangefarbenen Brust zählt der Eisvogel zu den schönsten heimischen Vögeln. (Foto: Jacek Koppe)
Mit seinem leuchtend blauen Gefieder und der orangefarbenen Brust zählt der Eisvogel zu den schönsten heimischen Vögeln. (Foto: Jacek Koppe)
Mit seinem leuchtend blauen Gefieder und der orangefarbenen Brust zählt der Eisvogel zu den schönsten heimischen Vögeln. (Foto: Jacek Koppe)
Mit seinem leuchtend blauen Gefieder und der orangefarbenen Brust zählt der Eisvogel zu den schönsten heimischen Vögeln. (Foto: Jacek Koppe)

Wie ein funkelnder Edelstein schießt er über die Wasseroberfläche: Mit seinem leuchtend blauen Gefieder und der orangefarbenen Brust zählt der Eisvogel, das Wildtier des Monats, zu den schönsten heimischen Vögeln. Oft verrät ihn zunächst nur sein heller, durchdringender Ruf. Wer ihn entdecken möchte, braucht Geduld – und etwas Glück.
Der nur rund 40 Gramm leichte Vogel ist ein meisterhafter Fischjäger. Von einem Ast über dem Wasser aus hält er Ausschau nach Beute. Seine Augen helfen ihm dabei, störende Lichtreflexionen auf der Wasseroberfläche zu reduzieren. Hat er einen Fisch erspäht, stürzt er sich kopfüber ins Wasser, legt die Flügel an und schnappt mit seinem langen Schnabel zu. Anschließend kehrt er auf seinen Ansitz zurück und verschlingt die Beute meist mit dem Kopf voran.

Kinderstube im Steilufer

Auch bei der Fortpflanzung zeigt der Eisvogel erstaunliche Fähigkeiten. Nach rasanten Balzflügen und Fischgeschenken des Männchens gräbt das Paar gemeinsam eine Brutröhre in eine steile Uferböschung. An deren Ende entsteht die Bruthöhle. Beide Eltern bebrüten die Eier und versorgen später die Jungen. Dabei geht es erstaunlich gerecht zu: Nach jeder Fütterung rückt das versorgte Küken einen Platz weiter, sodass alle an die Reihe kommen. In günstigen Jahren sind mehrere Bruten möglich.
Der Eisvogel bleibt auch im Winter bei uns. Doch anhaltender Frost kann ihm gefährlich werden: Frieren Bäche und Teiche zu, findet er kaum noch Nahrung. Wo Gewässer eisfrei bleiben, lässt sich der farbenprächtige Vogel mit etwas Glück auch in der kalten Jahreszeit beobachten.
In Bayern steht der Eisvogel auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Begradigte Flüsse, befestigte Ufer und verschmutzte Gewässer haben ihm vielerorts Lebensraum und Brutplätze genommen. Renaturierungen, sauberes Wasser und naturnahe Ufer mit geeigneten Steilwänden helfen ihm, wieder Fuß zu fassen. Davon profitieren auch zahlreiche andere Tierarten. Denn wo der Eisvogel lebt, ist meist auch die Natur am Wasser noch erstaunlich vielfältig.

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