Zu einer Exkursion nach München lud der Bayernbund-Kreisverband Dachau ein. Rund 25 Interessierte folgten der Einladung von Kreisvorsitzendem Dr. Edgar Forster und Markus Erhorn, Friedhofsreferent des Dachauer Stadtrates, zu einer Führung über den historischen Alten Südlichen Friedhof.
Der Alte Südliche Friedhof wurde bereits 1563 als Pestfriedhof vor den Toren Münchens angelegt. Im 19. Jahrhundert wurde er unter König Ludwig I. zu einem bedeutenden Zentralfriedhof ausgebaut. Heute zählt die weitläufige Anlage mit ihren historischen Grabmälern und alten Baumalleen zu den bedeutenden Zeugnissen der Münchner Stadt- und Kulturgeschichte.
Bei der rund eineinhalbstündigen Führung erhielten die Teilnehmer interessante Einblicke in die Geschichte des Friedhofs und in das Leben zahlreicher bedeutender Münchner Persönlichkeiten. Unter anderem führte der Rundgang zum Grab des bekannten Münchner Malers und Zeichners Carl Spitzweg.
Eine besondere Überraschung hatte Kreisvorsitzender Dr. Edgar Forster für die Teilnehmer parat: Er präsentierte sein historisches Familiengrab, in dem unter anderem der Arzt Prof. Dr. med. Johann Friedrich Forster seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Damit wurde die Geschichte des Friedhofs für die Teilnehmer auch auf persönliche Weise erlebbar.
„Historische Friedhöfe bewahren nicht nur die Erinnerung an bedeutende Persönlichkeiten, sondern erzählen zugleich die Geschichte unserer Heimat. Es ist wichtig, diese Orte zu erhalten und ihre Geschichten an kommende Generationen weiterzugeben“, betonte Markus Erhorn.
Zum Abschluss der Exkursion kehrte die Gruppe im Paulaner Brauhaus ein und ließ den Nachmittag bei guter bayerischer Küche und geselligem Beisammensein gemütlich ausklingen.
Ein gelungener Ausflug, der eindrucksvoll zeigte, dass historische Friedhöfe weit mehr sind als Orte der Erinnerung: Sie sind lebendige Zeugnisse unserer Geschichte und Kultur.