Mit dem Themenschwerpunkt „Boden – Lebensraum und Lebensgrundlage” im Zeitraum von 19. April bis 18. Juli beginnt in dieser Saison die mehrjährige Veranstaltungsreihe „Die Erde, von der wir leben” im bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting (Oberer Kirchenweg 1).
Der Boden trägt – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn: Er nährt, gestaltet Landschaften, ist Grundlage allen Wirtschaftens und Lebensraum unzähliger Organismen, er ermöglicht Biodiversität und beeinflusst Wetter und Klima.
Im ersten Teil der Reihe „Die Erde, von der wir leben” widmet sich das Theaterforum dem Boden als oft vernachlässigte, aber zentrale Grundlage des Daseins.
Zum Auftakt gibt es diesmal eine Talking Heads-Diskussion am Sonntag, 19. April, mit Stephan Berchtold. Darin werden insbesondere die kommunalen Handlungsspielräume beleuchtet und beispielhaft dieThemen Versiegelung und Entsiegelung von Böden in der Region in den Mittelpunkt gestellt.
Am Dienstag, 21. April, wird die zum Schwerpunkt gehörende Ausstellung „Ein Bild der Erde” von Ekkeland Götze eröffnet. Der Künstler druckt reine, nicht manipulierte Erde nach einem von ihm entwickelten standardisierten Verfahren, der Terragrafie, auf Papier, freskal auf frischen Kalkmörtel oder andere Untergründe. So entsteht ein in sich homogenes Werk, das sich zu einem ständig umfangreicher und komplexer werdenden Bild der Erde fügt. In einem Künstlergespräch mit bosco-Leiterin Barbara Schulte am Donnerstag, 7. Mai, gibt Ekkeland Götze Einblicke in die Entstehung seiner Werke und berichtet von seinen Reisen, die ihn an Orte auf der ganzen Welt geführt haben.
„Boden Burnout” – unter diesem Titel hält Investigativ-Journalist Marius Münstermann am Donnerstag, 21. Mai, einen Multimedia-Vortrag. Darin zeigt er, wie verschiedene Akteure – landwirtschaftliche Betriebe, aber auch Konzerne und Politik – mit teils konkurrierenden Interessen um den Boden ringen.
Am Freitag, 12. Juni, und Samstag, 13. Juni, wird es künstlerisch. Im Rahmen des zweitägigen Workshops „Hikaru Dorodango” wird mit Rita Eckart die japanische Kunstform erlernt, aus Erde und Wasser glänzende Kugeln zu formen. Am zweiten Workshoptag wird ein vegetarisches Mittagessen angeboten.
Dem schließt sich am Sonntag, 5. Juli, ein Familien-Workshop an. In „Plastisches gestalten mit Lehmerde” können kleine und große Künstler bei Ruth Mahla den Boden kennenlernen. Achtung, man wird dreckig! Das Angebot ist offen für Kinder jeden Alters gemeinsam mit einer erwachsenen Begleitperson.
Und auch eine Filmreihe im Kino Breitwand Gauting wird es wieder geben. Diese startet am Dienstag, 28. April, mit „Unser Boden, unser Erbe” und endet am Dienstag, 30. Juni, mit „Das Salz der Erde”.
Das komplette Programm zum Themenschwerpunkt gibt es unter www.bosco-gauting.de.