Veröffentlicht am 24.08.2026 11:47

Die Bavaria entdecken

Über eine Wendeltreppe geht es bis in den Kopf der Bavaria, wo man durch vier Gucklöcher einen einmaligen Blick auf die Theresienwiese hat. (Foto: job)
Über eine Wendeltreppe geht es bis in den Kopf der Bavaria, wo man durch vier Gucklöcher einen einmaligen Blick auf die Theresienwiese hat. (Foto: job)
Über eine Wendeltreppe geht es bis in den Kopf der Bavaria, wo man durch vier Gucklöcher einen einmaligen Blick auf die Theresienwiese hat. (Foto: job)
Über eine Wendeltreppe geht es bis in den Kopf der Bavaria, wo man durch vier Gucklöcher einen einmaligen Blick auf die Theresienwiese hat. (Foto: job)
Über eine Wendeltreppe geht es bis in den Kopf der Bavaria, wo man durch vier Gucklöcher einen einmaligen Blick auf die Theresienwiese hat. (Foto: job)

Am Samstag, 5. September, bietet die Bayerische Schlösserverwaltung eine spannende Kinderführung in der Bavaria an. Unter dem Titel „Bavaria: Ein Wahrzeichen nur für die Wiesn / das Oktoberfest?“ nimmt Museumspädagogin Anita Heft um 14 Uhr kleine Besucherinnen und Besucher mit auf eine Entdeckungstour rund um das berühmte Münchner Wahrzeichen. Gemeinsam erkunden die Teilnehmende mit allen Sinnen die riesige Bavaria-Statue, ihre verborgenen Geheimnisse und ihre Umgebung und lernen die monumentale Figur einmal aus einer ganz neuen Perspektive kennen.

Nicht mal eine Handvoll

König Ludwig I. ließ die Ruhmeshalle oberhalb der Theresienwiese „als Anerkennung Bayerischen Verdienstes und Ruhmes” in den Jahren 1843 bis 1853 errichten. In dieser Halle fanden die Büsten bayerischer Persönlichkeiten Platz, die sich in den Augen des Königs um ihr Land, um Wissenschaft und Kunst besonders verdient gemacht hatten. Die während des Zweiten Weltkrieges stark beschädigte Ruhmeshalle wurde von 1965 bis 1972 wieder aufgebaut. Seit der Wiederherstellung der Ruhmeshalle kamen so zu den erhaltenen 67 Büsten des 19. Jahrhunderts insgesamt 31 neue hinzu. Darunter befinden sich gerade mal vier Frauen. Zuletzt kamen 2009 der Maler Franz Lenbach, die Forscherin Therese Prinzessin von Bayern, die Mathematikerin Emmy Noether, der Dichter Bertolt Brecht, der Physiker Werner Heisenberg und der Komponist Carl Orff hinzu.

Innen kann man hoch

Der Bronzeguss der Bavaria neben der Ruhmeshalle galt seinerzeit als technische Meisterleistung. Die Bronzefigur war als Personifikation des Landes Bayern gedacht. 1850 war der Guss der 1.560 Zentner schweren Bronze vollendet. Anregungen zur Konzeption dieser monumentalen Statue gaben die Kolosse und Kultbilder der Antike. Der Bildhauer Schwanthaler verlieh der Figur jedoch durch die Gewandung mit einfachem Kleid und Bärenfell altgermanische Züge. Die Bavaria, die erste Kolossalplastik der Neuzeit, steht auf einem Sockel von 8,92 Meter Höhe und misst vom Fuße bis zum emporgehaltenen Eichenkranz insgesamt 18,52 Meter. Sie ist die einzige begehbare Großbronze in Deutschland. In ihrem Hohlraum kann man über eine steile Wendeltreppe zu einer Aussichtsplattform im Kopf emporsteigen. Dort befinden sich zwei Bänke, die sechs Personen Platz bieten. Durch mehrere kleine Öffnungen hat man eine schöne Aussicht z.B. auf das Oktoberfest.

Wann geht's los?

Die Kinderführung „Bavaria: Ein Wahrzeichen nur für die Wiesn / das Oktoberfest?“ findet am Samstag, 5. September, um 14 Uhr statt. Sie dauert 90 Minuten und richtet sich an Kinder von 6 bis 11 Jahren (erwachsene Begleitperson erforderlich). Treffpunkt ist an der Kasse (Theresienwiese). Ukb: 3 Euro pro Person (plus Eintritt Bavaria für Erwachsene). Anmeldung erforderlich bis 2. September unter Tel. 089/17908-311.

    north