Ein Bild der Erde

Terragrafie nennt sich das Verfahren, mit dem Ekkeland Götze arbeitet. (Foto: Götze)
Terragrafie nennt sich das Verfahren, mit dem Ekkeland Götze arbeitet. (Foto: Götze)
Terragrafie nennt sich das Verfahren, mit dem Ekkeland Götze arbeitet. (Foto: Götze)
Terragrafie nennt sich das Verfahren, mit dem Ekkeland Götze arbeitet. (Foto: Götze)
Terragrafie nennt sich das Verfahren, mit dem Ekkeland Götze arbeitet. (Foto: Götze)

Unter dem Titel „Ein Bild der Erde” präsentiert der Künstler Ekkeland Götze seine Werke im bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting (Oberer Kichenweg 1). Die Vernissage ist am Dienstag, 21. April, um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Der Künstler wird anwesend sein. Ein weiteres Künstlergespräch mit bosco-Leiterin Barbara Schulte ist am Donnerstag, 7. Mai, um 20 Uhr. Zu sehen sind die Werke bis Samstag, 18. Juli.

Ekkeland Götze arbeitet seit vielen Jahren an einem umfassenden künstlerischen Projekt: einem Bild der Erde. Im bosco werden Werke von allen fünf Kontinenten gezeigt – entstanden aus Erden von seinen Reisen, die ihn unter anderem ins Amazonasgebiet, zu den Sioux nach Nordamerika sowie nach Australien, Japan, Island und Madagaskar führten. Die Ausstellung bildet den Rahmen zum Themenschwerpunkt „Boden – Lebensraum und Lebensgrundlage”.

Einzigartiges Verfahren

Götze arbeitet mit einem einzigartigen Verfahren, das er Terragrafie nennt: Er sammelt Erden, die er unverändert auf Papier oder andere Bildträger druckt. Hinter der scheinbaren Einfachheit seiner quadratischen Arbeiten verbirgt sich die Geschichte und Spiritualität der Orte selbst: Von Vulkanen und heiligen Bergen bis zu Landschaften, die vom Klimawandel gezeichnet sind, spiegelt jedes Werk die Einzigartigkeit seines Ursprungs wider. Zugleich öffnen die Arbeiten einen Raum für individuelle Deutungen und sind ein Medium interkultureller Begegnung: Die enge Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort, insbesondere mit indigenen Gemeinschaften, ist ein zentraler Bestandteil von Götzes künstlerischer Praxis. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Erde neu zu sehen und zu entdecken – nicht als Abbild, sondern als unmittelbar-sinnlich erfahrbares Material und Erinnerungsträger.

Ekkeland Götze wurde 1948 in Dresden geboren. Er arbeitete als Maler, Siebdrucker und Ingenieur und absolvierte die Abendschule der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1988 zog er nach München und machte 1989 die Erde zum Gegenstand seiner Kunst. Seitdemarbeitet er mit großer Intensität und Konsequenz an diesem Thema und realisierte Projekte auf allen Kontinenten der Erde. Werke von ihm befinden sich in öffentlichen Sammlungen u.a. in Berlin, Dresden, München, New York, Neuseeland, Südafrika und Indien. 2018erhielt er den Seerosenpreis der Landeshauptstadt München. Heute, in einer Zeit, in der die Erde durch menschliche Einwirkung immensen Veränderungen und Gefährdungen unterworfen ist, rückt seine Kunst diese Problematik ins Bewusstsein der Menschen.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung von Ekkeland Götze ist zu folgenden Zeiten im bosco zu sehen:

  • Montag: geschlossen
  • Dienstag bis Freitag: 10 bis 12.30 Uhr
  • Donnerstag und Freitag zusätzlich: 15 bis 18 Uhr
  • Samstag: 10 bis 12 Uhr
  • Sonntag: geschlossen

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