Gala-Kutsche wird restauriert

Eine Restauratorin arbeitet an der Restaurierung der Textilien des Karlsruher Stadtwagens von König Max I. Joseph. (Foto: Bayerische Schlösserverwaltung)
Eine Restauratorin arbeitet an der Restaurierung der Textilien des Karlsruher Stadtwagens von König Max I. Joseph. (Foto: Bayerische Schlösserverwaltung)
Eine Restauratorin arbeitet an der Restaurierung der Textilien des Karlsruher Stadtwagens von König Max I. Joseph. (Foto: Bayerische Schlösserverwaltung)
Eine Restauratorin arbeitet an der Restaurierung der Textilien des Karlsruher Stadtwagens von König Max I. Joseph. (Foto: Bayerische Schlösserverwaltung)
Eine Restauratorin arbeitet an der Restaurierung der Textilien des Karlsruher Stadtwagens von König Max I. Joseph. (Foto: Bayerische Schlösserverwaltung)

Die Bayerische Schlösserverwaltung bietet im Marstallmuseum von Schloss Nymphenburg einen besonderen Einblick: Eine Restauratorin arbeitet vor Ort an der Restaurierung der Textilien des Karlsruher Stadtwagens von König Max I. Joseph aus den Jahren 1816/17.

Kostbare Textilien reinigen und sichern

Die Expertin führt im Museum Konservierungsmaßnahmen an der Auskleidung und Polsterung im Inneren der Kutsche aus. Parallel dazu werden die beweglichen Objekte der Kutsche wie Teppich, Kissen und Vorhänge von einer weiteren Restauratorin in ihrer Werkstatt bearbeitet. Ziel ist es, die kostbaren Textilien des Innenraums, die bezogenen Fußtritte, Polster, Vorhänge sowie den Bodenteppich zu reinigen und zu sichern.
Dafür arbeiten die Expertinnen mit feinen Pinseln und Staubsauger bei der Reinigung. Risse und Löcher in den Textilien werden mit farblich angepasster Seide unterlegt und mit dünnsten Nähfäden gesichert. Eine besondere Herausforderung sind die kleinen gerafften Taftvorhänge. Sie sind sehr fragil und bedürfen einer besonderen Restaurierungsmethode.
Die viersitzige „Berline”, 1816/17 in Karlsruhe als eleganter Stadtwagen gebaut und von König Max I. Joseph nach München gebracht, besticht durch ihre ungewöhnliche weiße Lackierung. Entsprechend bestehen die Auskleidung und Polsterung des Innenraums aus weißer Seide und Seidenborten. Farbliche Akzente setzt der bunte Knüpfteppich am Boden der Kutsche, die übrigens nicht als Hochzeitskutsche gedacht war.
Bereits im vergangenen Jahr wurden alle Holz-, Leder- und Metalloberflächen der Kutsche gereinigt, gefestigt und behutsam ausgebessert. Bemerkenswert fein sind die Malereien des Wappens und des Bandelwerks in Silber und Gold mit zarten Farbakzenten. Das Untergestell ist in Blau und Gold gehalten. Derzeit ist die restaurierte weiße Kutschbockdecke noch nicht montiert, sodass Besucherinnen und Besucher einen seltenen Blick auf die filigrane Konstruktion des Kutschbocks werfen können.
Dieser offene Werkstatteinblick gewährt allen Interessierten einen authentischen Eindruck von der anspruchsvollen Arbeit der Restauratorinnen und Restauratoren, die das historische Kulturerbe Bayerns bewahren.

Öffnungszeiten

Besucherinnen und Besucher können bei den restauratorischen Arbeiten ab sofort von Montag bis Freitag während der regulären Öffnungszeiten des Marstallmuseums in der Wagenhalle West zusehen. Die Restaurierung erfolgt bis zum 25. September sowie zwischen dem 12. und 23. Oktober. Die Öffnungszeiten sind täglich bis 15. Oktober von 9 bis 18 Uhr, ab 16. Oktober bis März von 10 bis 16 Uhr.

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