Großgmainer Straße: eine „Phantomstraße” in Berg am Laim

Wo sich heute dieser kleine Durchgang befindet, verlief früher die Großgmainer Straße. Der aktuelle Umgebungsplan der MVG verzeichnet die Straße immer noch. (Foto: bas)
Wo sich heute dieser kleine Durchgang befindet, verlief früher die Großgmainer Straße. Der aktuelle Umgebungsplan der MVG verzeichnet die Straße immer noch. (Foto: bas)
Wo sich heute dieser kleine Durchgang befindet, verlief früher die Großgmainer Straße. Der aktuelle Umgebungsplan der MVG verzeichnet die Straße immer noch. (Foto: bas)
Wo sich heute dieser kleine Durchgang befindet, verlief früher die Großgmainer Straße. Der aktuelle Umgebungsplan der MVG verzeichnet die Straße immer noch. (Foto: bas)
Wo sich heute dieser kleine Durchgang befindet, verlief früher die Großgmainer Straße. Der aktuelle Umgebungsplan der MVG verzeichnet die Straße immer noch. (Foto: bas)

Die Umgebungspläne der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) sind eine praktische Sache. Wer aus der U-Bahn aussteigt, sieht auf einem übersichtlichen Stadtplan nicht nur Kirchen, Schulen, Sportplätze oder andere markante Punkte, sondern auch sämtliche Straßen in der näheren Umgebung der Haltestelle. Wer den Plan für den U-Bahnhof Innsbrucker Ring betrachtet, findet dort, etwa 300 Meter von der Station entfernt, auch die Großgmainer Straße - eine kurze Sackgasse, die von der Krumbadstraße abzweigt.

Doch wer die Großgmainer Straße aufsuchen möchte, wird sich damit schwer tun: Denn wo gemäß dem MVG-Plan die Sackgasse in die Krumbadstraße münden soll, findet man vor Ort nur einen kleinen überbauten Durchgang in den Innenhof einer Wohnanlage - jedoch keinen öffentlichen Fußweg und schon gar keine Straße. Auch Google Maps oder der BayernAtlas kennen die Großgmainer Straße nicht, ebenso wenig das Straßenverzeichnis der Stadt München. Darin findet man die Großgmainer Straße allerdings unter „Alte/Umbenannte Straßenbezeichnungen”.

Straße wurde bereits 2008 „eingezogen”

1925 war sie zum ersten Mal offiziell aufgeführt und nach einem Ort im Salzburger Land benannt worden. Älteren Stadtplänen ist zu entnehmen, dass die Großgmainer Straße einst sogar bis zur Echardinger Straße verlief - doch inzwischen existiert sie gar nicht mehr: Anfang 2008 wurde sie „wegerechtlich eingezogen”, wie das Baureferat mitteilte. Beim Neubau der Wohnanlage wurde die nur 63 Meter lange Straße überplant und zurückgebaut, womit sie aus dem offiziellen Verzeichnis verschwand. Der übrig gebliebene Fußweg in den Innenhof hat laut Baureferat „keinerlei Verkehrsfunktion”.

Bleibt die Frage, warum die Großgmainer Straße über 17 Jahre nach ihrem Ende noch im aktuellen Umgebungsplan der MVG auftaucht - der Plan ist immerhin auf dem Stand vom 30. September 2025. Eine Presseanfrage hierzu ließ die MVG bisher allerdings unbeantwortet.

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