Unter dem Titel „KoFraDe – Tabula rasa” ist von Montag, 20. Juli, bis Montag, 27. Juli, eine Ausstellung im Sardenhaus Westpark zu sehen. Gezeigt werden Werke von Andres Rios (Kolumbien), Valérie Tisserand (Frankreich) und Birgit Günther (Deutschland).
Andres Rios entwickelt sein Werk vorwiegend ausgehend von einem Konzept, das er schließlich in verschiedenen Medien wie Zeichnung, Malerei, Fotografie, Installation und Digitaldruck formalisiert. Die dem kreativen Prozess innewohnende Methodik wird dabei oft zur Grammatik seiner Arbeiten. Er bezieht andere Disziplinen – etwa Design und neue digitale Verfahren – mit ein. Diese bereichern seine Ausdrucksweise und machen sie zu einer heterogenen Quelle. Andres begreift die künstlerische Praxis als einen Denkprozess, der sich in einer methodischen, beinahe meditativen Ausarbeitung entfaltet und auf wiederholtem Experimentieren beharrt, bis die Möglichkeiten bis hin zu essenziellen Elementen oder maximaler Abstraktion ausgeschöpft sind. Die Sorgfalt und Akribie seiner Arbeiten stehen im Kontrast zur handwerklichen Qualität der Fertigungsprozesse und Oberflächengestaltungen. Bei genauer Betrachtung verleiht dies den Werken eine unerwartete Wärme sowie einen haptischen und emotionalen Reichtum.
Ausgebildet in Metallbearbeitung, Wachsmodellierung und Keramik im Kleinformat, entwickelt Valérie Tisserand auch großformatige Werke, die mit dem gleichen Anspruch und der gleichen Aufmerksamkeit für Material und Form entstehen. Ihr Atelier in München ist der Ort, an dem Ideen Gestalt annehmen, manchmal langsam, im Laufe von Skizzen und Gesprächen mit dem Kunden, manchmal in einer einzigen entscheidenden Sitzung. Jedes Objekt, das das Atelier verlässt, ist ein Unikat.
„Ich will experimentieren, Spannungen, Irritationen und Überlagerungen erzeugen. Dazu benutze ich unterschiedliche Techniken, Schichtungen und Materialien”, so Birgit Günther über ihr Werk. „Die gesamte Farbpalette steht zur Verfügung, wird gekonnt, malerisch und lebendig eingesetzt und spiegelt meine Lebensfreude und Entschlossenheit wieder. In meiner Kunst setze ich klar und entschieden meine Farben, Flächen, Linien und Strukturen. Die entstehenden Kompositionen sind kraftvoll und lebendig. Die Leichtigkeit in den Bildern entsteht durch einen schwungvollen Pinselstrich. Sie sind komplex und lassen viele Interpretationen für den Betrachter zu. Motive werden durch Abstraktion und unterschiedlichste Materialien verfremdet. Neugierig und besonnen möchte ich Techniken und Malstile erforschen und intelligent in Motive einfließen lassen. Entstehende Strukturen sind lebendig und bewegend.”
Geöffnet ist die Ausstellung zu folgenden Zeiten: