Der vielfach ausgezeichnete Münchner Autor Friedrich Ani ist am Montag, 27. April, um 19.30 Uhr zu Gast im Gemeindesaal der Erlöserkirche (Ungererstr. 17/II, U3/6 Münchner Freiheit). Der Abend mit Benefiz-Lesung und Gespräch wird von Renate Bürner moderiert.
Friedrich Ani, geboren 1959, lebt in München und schreibt Romane, Gedichte, Hörspiele, Theaterstücke und Drehbücher. Seine Werke wurden in zehn Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, unter anderem siebenmal mit dem Deutschen Krimipreis sowie mit dem Crime Cologne Award, dem Burgdorfer Krimipreis, dem Adolf-Grimme-Preis, dem Bayerischen Fernsehpreis und der Goldenen Romy. Ani ist Mitglied des PEN Berlin.
Im Mittelpunkt des Abends stehen Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend in Kochel, in denen Ani versucht, sich selbst und seine Eltern zu verstehen. Als Sohn eines syrischen Medizinstudenten und einer schlesischen „Vertriebenen“ wächst er in der gegenseitigen Fremdheit der Eltern auf. Beide sind Heimatlose und finden keine gemeinsame Sprache. In dieser Atmosphäre lebenslangen Schweigens entdeckt Ani früh die Literatur als Zufluchtsort. „Schreiben ist meine Art, in der Welt anwesend zu sein“, sagt der Autor.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Gedichtband „Im Zimmer meines Vaters”, den Ani zwölf Jahre nach dem Tod seines Vaters schrieb. Der Band enthält einen Zyklus von 19 Gedichten, gewidmet dem Vater, dem „Sohn des Sandes“ und „Kind Mesopotamiens“. Der Eintritt beträgt 18 Euro. Reservierungen sind per E-Mail an ticket@kolibri-stiftung.de möglich.