Veröffentlicht am 13.05.2026 16:38

Neue Wege: Mobile Angebote für Jugendliche geplant

Die Gemeinde wächst – und mit ihr die Vielfalt ihrer jungen Bevölkerung. Mit den zahlreichen Neu- und Umbauten, die in den vergangene Jahren getätigt wurden, sind neue Aufgaben entstanden. Ein besonderer Fokus liegt aktuell auf der Jugend als Zukunft der Gemeinde. Zusammen mit dem gemeinnützigen Kinder- und Jugendhilfeträger „Startklar Soziale Arbeit” baut Poing deshalb seine Jugendarbeit gezielt aus: Mit einem neuen Angebot der mobilen Jugendarbeit sollen künftig Jugendliche erreicht werden, die bisher kaum an bestehende Angebote angebunden sind.

Viel geboten, doch Lücken vorhanden

Mit Freunden zusammen sein, Neues ausprobieren, sich selbst kennenlernen – das sind zentrale Themen für junge Menschen. Im Ort gibt es dafür bereits viele Möglichkeiten: Vereine, der Baggersee, der Pumptrack, der Skatepark sowie ein Jugendzentrum mit Tonstudio schaffen vielfältige Freizeitangebote. Und doch gibt es Jugendliche, die darin bislang keinen passenden Platz für sich gefunden haben – nicht aus mangelndem Interesse, sondern weil das richtige Angebot für sie noch fehlt.

Netzwerk soll entstehen

Im öffentlichen Raum zeigen sich diese Lücken zunehmend: Es gibt Beschwerden über Lärm an Treffpunkten; Schmierereien oder Vandalismus nehmen zu. Für die Gemeinde sind das jedoch keine reinen Ordnungsprobleme, sondern wichtige Hinweise: „Hinter solchen Situationen stehen häufig Jugendliche, die keinen passenden Ort für sich gefunden haben”, erklärt die Gemeinde. Mobile Jugendarbeit setzt genau an diesem Punkt an – nicht mit Verboten, sondern mit Zuhören. Dabei soll ein tragfähiges Netzwerk entstehen – und zwar in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum, mit Schulen, Vereinen, der Jugendsozialarbeit an Schulen, der Polizei und der kommunalen Jugendpflege. „Wenn Jugendliche ihren Platz im Ort finden und sich einbringen können, profitieren am Ende alle – die Jugendlichen selbst ebenso wie die Gemeinschaft”, gibt die Gemeinde .

Fachkräfte gesucht

Der Start ist geplant, sobald das Team vollständig ist. Derzeit suchen die Gemeinde und „Startklar Rosenheim-Ebersberg” zwei Fachkräfte, die das neue Angebot von Beginn an mitgestalten. „Wir freuen uns auf Kolleginnen und Kollegen, die Lust haben, etwas Neues aufzubauen – mit Gestaltungsspielraum und fachlicher Begleitung von Anfang an”, sagt Cordula Holzmann-Carl, Bereichsleitung bei Startklar Soziale Arbeit.

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