Die BUND-Naturschutz-Ortsgruppe Krailling zeigt bis 31. März von 8 bis 20 Uhr im Foyer des Caritas-Altenheims Maria Eich (Rudolf-von-Hirsch-Str. 27) die Ausstellung „Ökolandbau“. Dabei möchte der BUND Naturschutz (BN) zeigen, wie wichtig Ökolandbau, auch Biolandwirtschaft genannt, für Mensch und Natur ist. Biolandwirte produzieren ohne Gifte und Kunstdünger auf umweltverträgliche Weise besonders gesunde Lebensmittel und schützen dabei die Böden, die Artenvielfalt und unsere Wasserressourcen.
Die Ausstellung mit ihren 13 Roll-up-Plakaten erläutert anschaulich und detailliert mit vielen aussagekräftigen Bildern, warum es keineswegs einerlei ist, wie Landwirtschaft betrieben wird. Die konventionelle, intensive Landwirtschaft mit ihrem Pestizid-Einsatz ist z. B. leider einer der Hauptverursacher des dramatischen Insektensterbens. Und das hohe Gülle-Aufkommen aus der konventionellen, intensiven Tiermast verunreinigt das Grundwasser mit zu viel Nitrat.
Bio-Bauern hingegen wirtschaften ohne Ackergifte und Kunstdünger. Produktion, Düngung und Fütterung bilden weitestgehend ein geschlossenes System, dabei sind Tierhaltung und Ackerbau aneinander gekoppelt: Auf den Flächen von Bio-Betrieben werden nur so viele Tiere gehalten, wie mit selbst angebautem Futter ernährt werden können. Der Mist des Viehs wiederum ist wertvoller Dünger für die Ackerflächen.
In Bayern gibt es inzwischen etwa 12.000 Bio-Höfe, darunter viele Familienbetriebe. Auch die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul, die Eigentümer des Waldsanatorium-Altenheims und der Sanatoriumswiese in Krailling, stellen ihre Landwirtschaft inzwischen vollständig auf Bio um. Ein weiterer großer Betrieb, die Landwirtschaft des Klosters Andechs, ist schon länger Bio-zertifiziert. Auf deren Getreidefeldern wachsen viele bunte, inzwischen seltene Ackerwildkräuter: eine Augenweide.
Die Preise für Bio-Lebensmittel sind in der Tat etwas teurer. Ausschließlich Bio zu kaufen, kann sich nicht jeder leisten, aber zumindest Bio-Eier, Bio-Milch, Bio-Kartoffeln, Bio-Mohrrüben, Bio-Hackfleisch, Bio-Linsen, Bio-Brot, Bio-Käse, -Quark und -Joghurt sind durchaus erschwinglich und werden inzwischen auch in Discountern angeboten.
Die kostenlose Ausstellung soll dazu beitragen, dass Bio-Lebensmittel öfter im Einkaufskorb und auf dem Teller landen. Dies ist nicht nur positiv für die eigene Gesundheit, sondern ermöglicht auch summende Felder mit bunten Ackerwildkräutern und glückliche Kühe auf der Weide.