Der Biergarten und das Freibad: das sind die Orte in München, wo meistens alle ihren Platz finden. Im lauwarmen Kinderbecken, auf dem 3-Meter-Turm, dekorativ hingeräkelt am Beckenrand, weit hinten im Schatten auf der Wiese, eingehüllt in Pommesduft, mit Ketchup bekleckert – die Liste der Sofortbilder im Kopf ist lang. Das größte Münchner Freibad ist das 1955 eröffnete Michaelibad in Ramersdorf. Die Münchner Regisseurin und Performerin Christiane Huber macht das Bad im August zum Schauplatz eines dreiteiligen Kunstprojekts: POOL PEOPLE
besteht aus einer Performance, einer Soundinstallation unter Wasser und einer Poolparty und fragt nach Vergangenheit, Gegenwart und der möglichen Zukunft von Freibädern als Orten der Vielfalt. Wer dreht hier seine Bahnen? Was passiert zwischen Pool und Liegewiese? Im Vorfeld der Veranstaltungen im Freibad hat Christiane Huber sowohl die Historie der Münchner Stadtbäder und die gesellschaftlichen Bedingungen untersucht, die das Miteinander in den Bädern bestimmen. Archiv-Recherchen, Gespräche mit Historiker*innen und Soziolog*innen werden durch Interviews mit den Badegästen zwischen Rutsche, Sprungturm und Kiosk ergänzt.
Geboten wird vom 7. bis 9. August, jeweils um 16 Uhr: Pool People - eine Unterwassermusik mit den Isarnixen & Team: Im Wasser planschen und lauschen: In einer Unterwassermusik-Installation für das große Becken kommen Badegäste zu Wort und erzählen, was sie am Freibad so sehr lieben.
Außerdem wird am Samstag, 15. August, 16 Uhr unter dem Motto „Pool People - die Party” gefeiert (Ersatztermin bei Regen: 16. August, 16 Uhr). Geboten werden Kerzen vom Zehner, Saltos vom Fünfer, ein Wasserballett der Synchronschwimmer*innen und „Michi“-Geschichten – purer Badespaß, mit Beats, Pommes und Slush-Eis.
Außerdem gibt es noch bis 15. August Workshops in Synchronschwimmen und Turmspringen: Termine und Anmeldung unter https://christianehuber.net/ Die Performance ist im Eintritt zum Freibad enthalten.