Zukunftsweisendes Projekt: Berufsfeuerwehr nimmt erstes Vorauslöschfahrzeug in Betrieb

Das erste von drei neuen Vorauslöschfahrzeugen wird in Betrieb genommen.  (Foto: Feuerwehr München)
Das erste von drei neuen Vorauslöschfahrzeugen wird in Betrieb genommen. (Foto: Feuerwehr München)
Das erste von drei neuen Vorauslöschfahrzeugen wird in Betrieb genommen. (Foto: Feuerwehr München)
Das erste von drei neuen Vorauslöschfahrzeugen wird in Betrieb genommen. (Foto: Feuerwehr München)
Das erste von drei neuen Vorauslöschfahrzeugen wird in Betrieb genommen. (Foto: Feuerwehr München)

Die Berufsfeuerwehr München hat ein zukunftsweisendes Projekt ins Leben gerufen und das erste von drei neuen Vorauslöschfahrzeugen (VLF) in Betrieb genommen. Angesichts der dichten Bebauung und der hohen Geschosszahlen in der Stadt hatte die Branddirektion 2023 die Projektgruppe „Blitz“ ins Leben gerufen. Ziel war es, die Reaktionszeit bei Einsätzen deutlich zu verkürzen. Es wurden Standards überprüft, taktische Abläufe optimiert und die Beladung der Fahrzeuge durch moderne Technik auf das Wesentliche reduziert. Das Ergebnis ist ein speziell entwickeltes Vorauslöschfahrzeug, das Taktik, Mannschaft und Geräte auf den Erstangriff abstimmt. Wissenschaftlich wird das Projekt von der Technischen Universität München begleitet.

Das vollelektrische Fahrzeug ist mit einer Hochdrucklöschanlage ausgestattet, die bis zu 30 Liter Wasser pro Minute bei 110 Bar Druck abgeben kann. Der Druckschlauch lässt sich bis zu einer Länge von 100 Metern ausrollen. Für den Einsatz sind alle Besatzungsmitglieder mit Wärmebildkameras im Helm ausgestattet und können über sogenanntes Team-Radio dauerhaft kommunizieren. Für technische Hilfeleistungen stehen Hebekissen, Schnelleinsatzrüstholz sowie eine Kombination aus Rettungsschere und Rettungsspreizer zur Verfügung.

Einsatz auch bei Verkehrsunfällen

Das Fahrzeug wird bei Bränden in größeren Gebäuden sowie bei Verkehrsunfällen eingesetzt. Da es unabhängig vom Löschzug ausrückt, ist es erheblich schneller an der Einsatzstelle. Nach dem Ankommen gibt es für alle Besatzungsmitglieder eine vordefinierte Aufgabenteilung. Einsatzstellenerkundung, das Verlegen der Schlauchleitung oder die Entnahme und Inbetriebnahme von technischem Gerät - die Arbeitsabläufe entsprechen einer fest einstudierten Choreografie und sind optimal aufeinander abgestimmt. „Wir sparen mehrere Minuten pro Einsatz, unsere Maßnahmen werden schneller wirksam. Die wissenschaftliche Begleitung liefert verlässliche Daten, um die Effektivität zu messen“, sagt Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble.

Standorte und Zukunftsperspektiven

Neben der Feuerwache 5 in Ramersdorf werden künftig auch die Feuerwachen 4 in Schwabing und 3 im Westend mit Vorauslöschfahrzeugen ausgestattet. Bis Ende des Jahres sollen alle drei Fahrzeuge einsatzbereit sein und belastbare Daten für eine wissenschaftliche Auswertung liefern können.

Oberbürgermeister Dominik Krause betont: „Mit dem VLF ist ein modernes Fahrzeug entstanden, das im Notfall noch schneller Hilfe bringt. Besonders freut mich, dass die Branddirektion erstmals ein E-Fahrzeug im Einsatz testet – ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft.“ Und Kreisverwaltungsreferentin Dr. Hanna Sammüller fügt hinzu: „Das Fahrzeug ist kompakt, vereint alle wichtigen Geräte und erhöht die Sicherheit für die Münchnerinnen und Münchner.“

north