Der Münchner Süden bekommt an der Poccistraße einen neuen Regionalzughalt. Damit dieser gut für die Menschen im Viertel erreichbar ist, hat der Mobilitätsausschuss des Stadtrates nun Geld für einen Zugang von der Ostseite her freigegeben. Freistaat und Bahn, die den Regionalzughalt umsetzen, hatten diesen nicht eingeplant.
Der Regionalzughalt ist wichtig für den Münchner Süden. 2029 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Bahn rechnet mit einer Fertigstellung im Jahr 2032. Der Mittelbahnsteig wird eine barrierefreie Anbindung an die Lindwurmstraße erhalten. Ostseitig hin zur Ruppertstraße haben Bahn und Freistaat allerdings keinen Zugang vorgesehen. Die Stadt beteiligt sich deswegen finanziell an diesen Planungen.
Der Bahnsteig wird gegenüber der Fleischerstraße - zwischen dem KVR und der Städtischen Berufsfachschule für Kinderpflege - mittels zwei Treppen und einer Personenunterführung erreichbar sein. Außerdem ist auf der Straßen- und Bahnsteigseite Platz für Aufzugsschächte vorgesehen. Das ermöglicht es, Aufzüge nachträglich einzubauen und den Zugang barrierefrei zu gestalten. Die genauen Planungen sollen 2026 vorgestellt werden. Schon jetzt wurden 6,9 Millionen Euro, davon 2,3 Millionen als Sicherheitsreserve vom Stadtrat freigegeben.
„Der Zugang ist die direkte Verbindung zur Kinderpflegeschule mit dem integrierten Kulturhaus Luise und zum Volkstheater”, erläuterte Stadtrat Paul Bickelbacher (Grüne/Rosa Liste/Volt). „In Zukunft wird sich auf dem Viehhof- und Großmarktareal viel entwickeln. Deswegen brauchen wir hier unbedingt einen bequemen und guten Zugang zum neuen Regionalzughalt. Wir sollten heute schon mitdenken, dass sich hier ein großer Umsteigepunkt für den Münchner Süden entwickelt: vom ÖPNV oder Rad zum Regionalverkehr und umgekehrt. Natürlich wäre es besser, Freistaat und Bahn würden bei dieser Planung selbst gleich so vorausschauend denken, wie wir es als Kommune tun. Trotzdem ist es wichtig, dass wir diese vorausschauende Planung heute mit den notwendigen Finanzmitteln hinterlegen.”